Geht es auf die Weihnacht zu
legt die Natur sich leis zur Ruh,
wirft die Blätter von den Bäumen,
schickt sich an, zu schlafen, träumen.
Danach acht Wochen rauher Winter,
Sorgen für Alte, Freude für Kinder.
Dann endlich wird es wieder warm,
vorbei sind Mühen, Gram und Harm.
Und es dauert nur ein Weilchen,
dann blühen und duften die ersten Veilchen,
es sprießen Krokus, Anemonen,
es ist wieder schön, dahier zu wohnen.
Es naht das fröhliche Osterfest,
man freut sich auf die Eier im Nest
und erinnert sich ganz schwach:
"Vom Eise befreit ist der Hachinger Bach"
Dienstag, 8. November 2011
Sonntag, 9. Mai 2010
Karwoche 1983
DIARRHOE DETERGENTIARUM (SPÜLMITTEL-DURCHFALL)
ODER
INFECTUS VIRIS BESTIALITERIBUS
(ANSTECKUNG DURCH ÜBERAUS BESTIALISCHE VIREN)
Die leuchtende Ausnahme der Alltagsepoche
ist für mich die Franken-Begegnungswoche,
die alljährlich stattfind’t im Hackerhaus.
Und dafür von mir ganz herzlich Applaus.
Es war vor acht Tagen - am Samstag Abend -
draußen rieselte der Schnee -
die heiße Suppe schien so labend -
doch zuviel Salz - oh Ach, oh Weh!
Am Sonntag mundete das Essen
und ich hielt’ es für vermessen,
wollt’ ich durch Kritik entweih’n
was geschmeckt hat. Es war fein!
Der Montag verlief - was das Essen angeht -
noch völlig ohne jede Bedeutung
und auch der Dienstag übersteht
das Forschen ohne jede Deutung.
Doch am Dienstag - gesteh’n wir’s uns ein -
da fuhren wir ins Bergwerk ein.
Wir stocherten in den Eingeweiden
der Erde. - Und sie musst’s erleiden!
Sie hat sich bitterlich gerächt
an vierzig Prozent uns’rer Gruppe.
Die hat sie fürchterlich geschwächt -
die andern war’n ihr schnuppe.
Am Mittwoch haben wir Ausflug gemacht,
wir haben geguckt, gescherzt, gelacht. -
Am Ortsschild hab’ ich Mähring gelesen,
doch ich glaub’, ich bin in Kotzau gewesen.
Ich erreichte Franken mit Müh’ und Not,
in mir war jede Freude tot - - -
ich kniete, weil mir der Mund überquoll -
da hatt’ ich die Hose auch noch voll!
Das Weitere möcht’ ich verschweigen;
schnitt’s mir auch im Darm wie Messer -
ich beschloß, es mir zu zeigen
und sagte keck: „Mir geht es besser!“
Tatsächlich ging’s mit mir bergauf.
Die Gliederschmerzen hörten auf
und auch der Durchfall ging zurück -
Wie schön war’s jetzt! Ich war voll Glück!
Ich hoff’, auch Ihr seid wieder „xund“
und von der Diarrhoe genesen.
So habt auch Ihr zum Feiern Grund. -
Kommt also her an meinen Tresen
und deckt Euch ein, mit Bier und Wein -
und dann lasst uns recht lustig sein!
3.4.1983
ODER
INFECTUS VIRIS BESTIALITERIBUS
(ANSTECKUNG DURCH ÜBERAUS BESTIALISCHE VIREN)
Die leuchtende Ausnahme der Alltagsepoche
ist für mich die Franken-Begegnungswoche,
die alljährlich stattfind’t im Hackerhaus.
Und dafür von mir ganz herzlich Applaus.
Es war vor acht Tagen - am Samstag Abend -
draußen rieselte der Schnee -
die heiße Suppe schien so labend -
doch zuviel Salz - oh Ach, oh Weh!
Am Sonntag mundete das Essen
und ich hielt’ es für vermessen,
wollt’ ich durch Kritik entweih’n
was geschmeckt hat. Es war fein!
Der Montag verlief - was das Essen angeht -
noch völlig ohne jede Bedeutung
und auch der Dienstag übersteht
das Forschen ohne jede Deutung.
Doch am Dienstag - gesteh’n wir’s uns ein -
da fuhren wir ins Bergwerk ein.
Wir stocherten in den Eingeweiden
der Erde. - Und sie musst’s erleiden!
Sie hat sich bitterlich gerächt
an vierzig Prozent uns’rer Gruppe.
Die hat sie fürchterlich geschwächt -
die andern war’n ihr schnuppe.
Am Mittwoch haben wir Ausflug gemacht,
wir haben geguckt, gescherzt, gelacht. -
Am Ortsschild hab’ ich Mähring gelesen,
doch ich glaub’, ich bin in Kotzau gewesen.
Ich erreichte Franken mit Müh’ und Not,
in mir war jede Freude tot - - -
ich kniete, weil mir der Mund überquoll -
da hatt’ ich die Hose auch noch voll!
Das Weitere möcht’ ich verschweigen;
schnitt’s mir auch im Darm wie Messer -
ich beschloß, es mir zu zeigen
und sagte keck: „Mir geht es besser!“
Tatsächlich ging’s mit mir bergauf.
Die Gliederschmerzen hörten auf
und auch der Durchfall ging zurück -
Wie schön war’s jetzt! Ich war voll Glück!
Ich hoff’, auch Ihr seid wieder „xund“
und von der Diarrhoe genesen.
So habt auch Ihr zum Feiern Grund. -
Kommt also her an meinen Tresen
und deckt Euch ein, mit Bier und Wein -
und dann lasst uns recht lustig sein!
3.4.1983
Mittwoch, 28. April 2010
Relativ
Wenn einer schmust mit einer Maid,
vergeht ihm rasend schnell die Zeit,
doch muss er warten - nur Sekunden -
kommt es ihm vor, als wären's Stunden.
vergeht ihm rasend schnell die Zeit,
doch muss er warten - nur Sekunden -
kommt es ihm vor, als wären's Stunden.
Dienstag, 12. Januar 2010
Über die Gier
Als damals Gott die Welt erschuf,
formte er sie nach seinem Willen,
denn er war Schöpfer von Beruf,
er schuf alleine und im Stillen.
Als Letztes kam der Mensch zur Welt
in jenem Garten Eden.
Der war auf sich allein gestellt,
konnte mit niemand reden.
Es erbarmte sich der Herr,
entnahm ihm eine Rippe,
formte daraus das erste Weib
und so entstand die Sippe.
Hier kommt die Schlange in das Spiel,
sie – die Urkraft des Bösen.
Unfriede war ihr teuflisch Spiel,
das Paradies – es war gewesen.
„Erkenntnis“ hieß die Frucht des Baums,
die Gott verboten hatte.
So kam das Ende eines Traums
gleichsam aus Zuckerwatte.
Apfel oder Watte aus Zucker,
das ist im Grunde völlig Wurst,
die Menschen wurden arme Schlucker,
nur wegen ihrem Wissensdurst.
Adam und Eva taten sich mehren,
zahlreich war das Angebot
sie taten auch den Schöpfer ehren
und dann schlug Kain den Abel tot.
Des Abels Opfer war ein Feines,
heute weiß man da Bescheid,
das des Kain war nur ein Kleines!
Der erste Mord geschah aus Neid.
Es kamen drei Weise vom Orient -
Caspar, Melchior, Balthasar,
die man voller Ehrfurcht nennt,
zu Herodes, der grad König war.
Sie wollten den neuen König ehren,
indem sie ihm edle Dinge brachten.
Herodes konnte es ihnen nicht wehren,
doch ließ er die neuen Kinder schlachten.
Machtgier nennt man dieses Motiv,
das auch heut noch weit verbreitet.
Die Angst vor dem Fallen sitzt sehr tief,
je höher man war, je mehr man geleitet.
Als zu Kaiser Heinrichs Zeiten,
etwa vor neunhundert Jahren,
Fürsten taten die Kirche leiten,
da sah man sehr rasch die Gefahren:
Die Fürsten hatten ja Nachkommenschaft
und Landbesitz ungemein,
ein Teilen der Hinterlassenschaft,
das könnte gefährlich sein!
Das würde die Kirche verarmen lassen,
das darf ja wohl nicht sein!
So tat man eine Bulle erlassen,
ein Priester bleibe allein!
Heut gibt es keine Fürsten mehr,
es gibt auch keine Pfründen,
so könnte man ganz nebenher
„Wegfall des Zölibats“ verkünden..
Im Wilden Westen gab es Gangster,
die Goldsuchern ihr Gold abjagten,
in unsren Banken saßen Bankster, (sitzen?)
die am Spargut ihrer Kunden nagten.
Was unterscheidet Mensch und Tier?
Ist’s die Seele, der Verstand?
Ich behaupte, es ist die Gier,
das liegt für mich auf der Hand!
Ein Tier folgt letztlich seinen Trieben,
es folgt seinem Instinkt.
Es kann sogar den Menschen lieben,
wenn ihm Belohnung winkt.
Mich dauern die „armen“ Millionäre,
die glauben, dass man mit Geld
jede Lage – auch die prekäre -
schaffen kann aus der Welt.
Nackt kommt ein jeder auf die Erde,
so geht er, es hilft kein Gestirn.
Bedenke, eh man zu Asche werde,
Bedenke es MENSCH: „Gier frisst Gehirn!“
formte er sie nach seinem Willen,
denn er war Schöpfer von Beruf,
er schuf alleine und im Stillen.
Als Letztes kam der Mensch zur Welt
in jenem Garten Eden.
Der war auf sich allein gestellt,
konnte mit niemand reden.
Es erbarmte sich der Herr,
entnahm ihm eine Rippe,
formte daraus das erste Weib
und so entstand die Sippe.
Hier kommt die Schlange in das Spiel,
sie – die Urkraft des Bösen.
Unfriede war ihr teuflisch Spiel,
das Paradies – es war gewesen.
„Erkenntnis“ hieß die Frucht des Baums,
die Gott verboten hatte.
So kam das Ende eines Traums
gleichsam aus Zuckerwatte.
Apfel oder Watte aus Zucker,
das ist im Grunde völlig Wurst,
die Menschen wurden arme Schlucker,
nur wegen ihrem Wissensdurst.
Adam und Eva taten sich mehren,
zahlreich war das Angebot
sie taten auch den Schöpfer ehren
und dann schlug Kain den Abel tot.
Des Abels Opfer war ein Feines,
heute weiß man da Bescheid,
das des Kain war nur ein Kleines!
Der erste Mord geschah aus Neid.
Es kamen drei Weise vom Orient -
Caspar, Melchior, Balthasar,
die man voller Ehrfurcht nennt,
zu Herodes, der grad König war.
Sie wollten den neuen König ehren,
indem sie ihm edle Dinge brachten.
Herodes konnte es ihnen nicht wehren,
doch ließ er die neuen Kinder schlachten.
Machtgier nennt man dieses Motiv,
das auch heut noch weit verbreitet.
Die Angst vor dem Fallen sitzt sehr tief,
je höher man war, je mehr man geleitet.
Als zu Kaiser Heinrichs Zeiten,
etwa vor neunhundert Jahren,
Fürsten taten die Kirche leiten,
da sah man sehr rasch die Gefahren:
Die Fürsten hatten ja Nachkommenschaft
und Landbesitz ungemein,
ein Teilen der Hinterlassenschaft,
das könnte gefährlich sein!
Das würde die Kirche verarmen lassen,
das darf ja wohl nicht sein!
So tat man eine Bulle erlassen,
ein Priester bleibe allein!
Heut gibt es keine Fürsten mehr,
es gibt auch keine Pfründen,
so könnte man ganz nebenher
„Wegfall des Zölibats“ verkünden..
Im Wilden Westen gab es Gangster,
die Goldsuchern ihr Gold abjagten,
in unsren Banken saßen Bankster, (sitzen?)
die am Spargut ihrer Kunden nagten.
Was unterscheidet Mensch und Tier?
Ist’s die Seele, der Verstand?
Ich behaupte, es ist die Gier,
das liegt für mich auf der Hand!
Ein Tier folgt letztlich seinen Trieben,
es folgt seinem Instinkt.
Es kann sogar den Menschen lieben,
wenn ihm Belohnung winkt.
Mich dauern die „armen“ Millionäre,
die glauben, dass man mit Geld
jede Lage – auch die prekäre -
schaffen kann aus der Welt.
Nackt kommt ein jeder auf die Erde,
so geht er, es hilft kein Gestirn.
Bedenke, eh man zu Asche werde,
Bedenke es MENSCH: „Gier frisst Gehirn!“
Dienstag, 22. September 2009
Neues aus der Anstalt 2009
Neues aus der Anstalt 2009
Schwabinger Krankenhaus München vom 31.07.2009 bis 14.08.2009 und vom 15.09.2009 bis 22.09.2009
Ein Ü-Schein für den Angiologen,
ausgestellt vom Diabetologen,
führte mich zu Professor Tató
und der erklärte mir dann so:
Er meint, es gäbe zwei Möglichkeiten,
mein weiteres Dasein zu bestreiten.
Die eine sei, gar nichts zu tun
und vom Nichtstun auszuruhn,
die andere sei eher gescheit,
verlange aber Mitarbeit.
Ich entschied mich für einen Wandel
und landete alsbald bei Professor Brandl,
dem Chefarzt der Gefäßchirurgie,
Chefarzt, denn er leitet die.
Vorläufig jedoch sah ich ihn nicht,
ich kriegte ihn nicht zu Gesicht,
„nur“ eine Ärztin der Station.
Die Vorstellung? Das war es schon.
Aber sie wollte mich dabehalten.
Ich musste schwer dagegen halten.
Wir einigten uns auf den nächsten Morgen,
jetzt aber wollt’ ich mir Essen besorgen,
denn es war schon beinah drei,
der halbe Tag war schon vorbei.
Ich suchte das Bistro und fand es auch,
fand auf der Karte ´was für den Bauch
bestellte mir Leberkäse mit Ei,
eine „Schneider Weisse“ war auch dabei,
ich war zufrieden und dachte mir:
Hier gibt es wenigstens gutes Bier!
Und dann kam der nächste Tag,
letzter Juli, ein Freitag,
aber der war gar nicht frei,
für’s Erste war die Freiheit vorbei.
Es begann auch gleich mit Patienten-Aufnahme,
dann gab es eine Blutabnahme,
Verbandswechsel und Nahrungsaufnahme
für alle ohne jede Ausnahme.
Vorher war noch LuFu-Test 1}
und EKG und Röntgen g’west.
1} = Lungenfunktionsprüfung
So hat man mich gleich durchgecheckt,
Gott weiß, wer dieses ausgeheckt.
Und so verging der erste Tag -
aber die Nacht war eine Plag!
Wir waren vier in einem Zimmer -
ich dachte, schlimmer geht es nimmer,
denn einer von den Patriarchen
fing an ganz fürchterlich zu schnarchen!
Es wurde Morgen, relativ flott,
und dann begann der Alltagstrott:
Gleich nach dem Mittag kommt meine Frau,
sie nimmt es mit Krankenbesuchen genau
und bringt mir Obst und die neueste Zeitung,
geht mit ins Bistro – unter meiner Leitung.
Vorher noch hab ich mich abgemeld’t,
dann verlass’ ich das Bettenfeld
und schieb meinen Rolli Richtung Bistro,
Durst habe ich ja sowieso
und ein paar Weizen von Georg Schneider
helfen mir gleich enorm viel weiter.
Samstag, Sonntag ging vorbei,
es war ein fades Einerlei,
abwechselnd Essen, ein neuer Verband -
die Suppe reizte zum Widerstand.
Es kam der Montag, die erste Visite,
ein OP-Hemd zu tragen sei hier Sitte.
Was war das denn? Was? Wie bitte?
Ein bisschen Stoff um die nackte Mitte?
Nur im Falle, dass man mich schnitte 2}
würd’ ich erfüllen diese Bitte!
Dieser Fall trat bald schon ein,
denn ich sollte nüchtern sein,
bekam Herzkatheder und in Konsequenz
in die dorsale 3} Arterie drei Stents.
Jetzt ist mein Herz wieder wie neu,
worüber ich mich riesig freu,
und die Weisung: „Sehr viel spülen!“
war Balsam meinen Gefühlen.
Ich hab den Auftrag gut genutzt
und sehr viel Schneider-Weiss verputzt.
2} = im Fall einer OP
3} = Herzrückseite
Die Begründung, kurz gefasst,
in mir ist zuviel Kontrast.
und der muss raus sagt Analyse,
um zu vermeiden Dialyse.
Aber schnell noch in das Bein
kommt ein neuer Stent hinein.
Erst die Ballondilatation,
dann eine Stentimplantation -
dieses soll, so will es scheinen,
die Durchblutung fördern in den Beinen.
Soviel von der Medizin.
Es brauchte etwas Disziplin,
um gezielt es zu vermeiden,
in Fettnäpfchen hineinzugleiten.
Damit komm ich aufs Essen zu sprechen.
Nun – es war nicht zum Erbrechen,
gleichwohl manchmal ein Verbrechen
und ein Grund sich zu bezechen.
Ich frage hier nur schlicht: „Warum
geht man so mit Speisen um?“
Eines muss ich noch vermelden,
denn solch ein Anblick ist eher selten,
auch das Klinikpersonal
hielt’s im Bild fest, digital!
Zum Abendessen eine Terrinen
und die Frage: was ist da drinnen?
Zwei gelbgraue Klumpen, die Tieren gleichen –
sind das etwa Wasserleichen? -
Geplatzte Weißwürst’, die Haut war innen!
Das war das Geheimnis der Terrinen.
So weit der aktuelle Bericht.
Die Zukunft kenne ich noch nicht,
doch so viel ist sicher jetzt:
Der Bericht wird fortgesetzt!
Ach ja, am 14ten entlassen,
konnte ich es fast nicht fassen,
dass mich sehr, sehr kurz davor
lud Professor Brandl vor,
mein Gesäß zu ultraschallen.
Ich bin beinah aus den Wolken gefallen.
Vier Wochen Schonzeit gingen rum,
ich bin wieder im Klinikum
und lernte gleich als erste Lektion:
Morgen gibt’s eine Operation.
Das heißt, so sicher war das nicht,
doch alle taten ihre Pflicht
taten, was ihnen aufgetragen
ohne etwas auszusagen.
Mit vielen Pausen und mancherlei
ging der Rest des Tages vorbei-
Am nächsten Tag hörte ich Schritte:
Zehn Leute kamen zur Visite,
vom Professor Brandl angeführt.
Der hat dann Folgendes ausgeführt:
Auf der Basis von Lunge und Herz
ist die Operation beileibe kein Scherz!
Blutungs- und Infektionsgefahr
stellen sich den Ärzten dar.
Da habe ich ganz schnell begriffen:
Das Ärzteteam – es hat gekniffen!
Andrerseits liegt auf der Hand:
Man hat es viel zu spät erkannt!
Was vor'n paar Jahr'n noch ganz passabel
ist heute schlicht irreparabel.
Denn die Backe von meinem Po,
die immer weh tat, sowieso,
weil sie zu wenig ward versorgt,
die ist so lange schon verkorkt
und leider nicht zu reparieren.
Man kann ja nichts mehr korrigieren.
Ich hab mir erlaubt, darauf zu verweisen,
dass meine Ferse nicht ist aus Eisen,
sondern mit einer NEK-Rose geziert,
die mich peinigt und sekiert.
Darauf sind mittags zwei Ärzte gekommen,
die haben sich des Falls angenommen
und diese „Blume“ gesalbt und behandelt,
damit sie mich nicht mehr verschandelt.
So blicke ich erst einmal relativ heiter
auf die Zukunft und wie es wohl geht weiter.
Inzwischen wurde es Donnerstag
und zur Klärung einer Frag
mußte ich zum Ultraschall,
das ist hier total normal.
Danach wurde Verband gewechselt
und an meinem Fuß gedrechselt
und es kam ein Herr Dirk Bruns
an das Krankenbett von uns
verkaufte mir einen „Fersfreischuh“
jetzt hat meine Ferse Ruh!
Am Mittag hieß es: Im Zimmer bleiben!
(Und irgendwie die Zeit vertreiben)-
Ernährungsberatung kündigt sich an,
damit ich leichter abnehmen kann.
Geduldig bin ich dagesessen,
hab ferngesehen und gelesen,
doch es kam kein einzig Wesen,
mir zu helfen beim genesen.
Bis halb sechs hielt ich es aus,
dann war ich wütend, musste raus!
Am Freitag sollt' es anders sein:
Ich nahm g'rad noch mein Essen ein,
da klopfte es schon an der Tür,
eine Beraterin war hier.
Hier möchte ich nicht weiter lästern,
denn es war nicht „die“ von gestern,
„die“ hat eine Kollegin geschickt,
damit sie mich mit Weisheit beglückt.
Mit ihr hab ich mich bald verstanden,
sie hatte auch gar nichts anzubestanden.
Frühstück, Mittag, Abendessen
sind beanstandungsfrei gewesen -
nur bei den Getränken
sollt' ich mich beschränken.
Weißbier als solches ist gar nicht schlecht,
wenn den Durst man löschen möcht
und es ist zu dedizieren
bei der Spülung von den Nieren,
doch sind 2 Maß ein ganzes Essen
und das darf man nicht vergessen.
Ich habe das zur Kenntnis genommen
und habe mir auch vorgenommen:
Ich probiere das zu Haus,
komm ich erst einmal hier raus.
Doch hier ist Weißbier eine Lust.
Um zu bekämpfen manchen Frust,
und zur Steigerung vom Wohl,
ist gut geeignet Alkohol -
freilich nicht in großen Massen,
aber in beschränkten Maßen!
Das Wochenende ist vergangen,
eine neue Woche hat angefangen
und schon am Dienstag warf man mich raus,
so bin ich also wieder zu Haus.
Jetzt ist wieder die Hausärztin d’ran,
mir zu zeigen, wie’s geht voran
und ich hör sie schon dozieren:
„So was muss man operieren!“
Doch glaubt die Klinik unbeirrt,
dass es von selber besser wird.
Nekrose hin, Nekrose her,
es gibt dafür keine Gewähr
und das behaupt ich konsequent.
Doch ich bin „nur“ der Patient!
Verfasst am Entlassungstag 22. Sep. 2009
von Otto Schlagenhaufer
Schwabinger Krankenhaus München vom 31.07.2009 bis 14.08.2009 und vom 15.09.2009 bis 22.09.2009
Ein Ü-Schein für den Angiologen,
ausgestellt vom Diabetologen,
führte mich zu Professor Tató
und der erklärte mir dann so:
Er meint, es gäbe zwei Möglichkeiten,
mein weiteres Dasein zu bestreiten.
Die eine sei, gar nichts zu tun
und vom Nichtstun auszuruhn,
die andere sei eher gescheit,
verlange aber Mitarbeit.
Ich entschied mich für einen Wandel
und landete alsbald bei Professor Brandl,
dem Chefarzt der Gefäßchirurgie,
Chefarzt, denn er leitet die.
Vorläufig jedoch sah ich ihn nicht,
ich kriegte ihn nicht zu Gesicht,
„nur“ eine Ärztin der Station.
Die Vorstellung? Das war es schon.
Aber sie wollte mich dabehalten.
Ich musste schwer dagegen halten.
Wir einigten uns auf den nächsten Morgen,
jetzt aber wollt’ ich mir Essen besorgen,
denn es war schon beinah drei,
der halbe Tag war schon vorbei.
Ich suchte das Bistro und fand es auch,
fand auf der Karte ´was für den Bauch
bestellte mir Leberkäse mit Ei,
eine „Schneider Weisse“ war auch dabei,
ich war zufrieden und dachte mir:
Hier gibt es wenigstens gutes Bier!
Und dann kam der nächste Tag,
letzter Juli, ein Freitag,
aber der war gar nicht frei,
für’s Erste war die Freiheit vorbei.
Es begann auch gleich mit Patienten-Aufnahme,
dann gab es eine Blutabnahme,
Verbandswechsel und Nahrungsaufnahme
für alle ohne jede Ausnahme.
Vorher war noch LuFu-Test 1}
und EKG und Röntgen g’west.
1} = Lungenfunktionsprüfung
So hat man mich gleich durchgecheckt,
Gott weiß, wer dieses ausgeheckt.
Und so verging der erste Tag -
aber die Nacht war eine Plag!
Wir waren vier in einem Zimmer -
ich dachte, schlimmer geht es nimmer,
denn einer von den Patriarchen
fing an ganz fürchterlich zu schnarchen!
Es wurde Morgen, relativ flott,
und dann begann der Alltagstrott:
Gleich nach dem Mittag kommt meine Frau,
sie nimmt es mit Krankenbesuchen genau
und bringt mir Obst und die neueste Zeitung,
geht mit ins Bistro – unter meiner Leitung.
Vorher noch hab ich mich abgemeld’t,
dann verlass’ ich das Bettenfeld
und schieb meinen Rolli Richtung Bistro,
Durst habe ich ja sowieso
und ein paar Weizen von Georg Schneider
helfen mir gleich enorm viel weiter.
Samstag, Sonntag ging vorbei,
es war ein fades Einerlei,
abwechselnd Essen, ein neuer Verband -
die Suppe reizte zum Widerstand.
Es kam der Montag, die erste Visite,
ein OP-Hemd zu tragen sei hier Sitte.
Was war das denn? Was? Wie bitte?
Ein bisschen Stoff um die nackte Mitte?
Nur im Falle, dass man mich schnitte 2}
würd’ ich erfüllen diese Bitte!
Dieser Fall trat bald schon ein,
denn ich sollte nüchtern sein,
bekam Herzkatheder und in Konsequenz
in die dorsale 3} Arterie drei Stents.
Jetzt ist mein Herz wieder wie neu,
worüber ich mich riesig freu,
und die Weisung: „Sehr viel spülen!“
war Balsam meinen Gefühlen.
Ich hab den Auftrag gut genutzt
und sehr viel Schneider-Weiss verputzt.
2} = im Fall einer OP
3} = Herzrückseite
Die Begründung, kurz gefasst,
in mir ist zuviel Kontrast.
und der muss raus sagt Analyse,
um zu vermeiden Dialyse.
Aber schnell noch in das Bein
kommt ein neuer Stent hinein.
Erst die Ballondilatation,
dann eine Stentimplantation -
dieses soll, so will es scheinen,
die Durchblutung fördern in den Beinen.
Soviel von der Medizin.
Es brauchte etwas Disziplin,
um gezielt es zu vermeiden,
in Fettnäpfchen hineinzugleiten.
Damit komm ich aufs Essen zu sprechen.
Nun – es war nicht zum Erbrechen,
gleichwohl manchmal ein Verbrechen
und ein Grund sich zu bezechen.
Ich frage hier nur schlicht: „Warum
geht man so mit Speisen um?“
Eines muss ich noch vermelden,
denn solch ein Anblick ist eher selten,
auch das Klinikpersonal
hielt’s im Bild fest, digital!
Zum Abendessen eine Terrinen
und die Frage: was ist da drinnen?
Zwei gelbgraue Klumpen, die Tieren gleichen –
sind das etwa Wasserleichen? -
Geplatzte Weißwürst’, die Haut war innen!
Das war das Geheimnis der Terrinen.
So weit der aktuelle Bericht.
Die Zukunft kenne ich noch nicht,
doch so viel ist sicher jetzt:
Der Bericht wird fortgesetzt!
Ach ja, am 14ten entlassen,
konnte ich es fast nicht fassen,
dass mich sehr, sehr kurz davor
lud Professor Brandl vor,
mein Gesäß zu ultraschallen.
Ich bin beinah aus den Wolken gefallen.
Vier Wochen Schonzeit gingen rum,
ich bin wieder im Klinikum
und lernte gleich als erste Lektion:
Morgen gibt’s eine Operation.
Das heißt, so sicher war das nicht,
doch alle taten ihre Pflicht
taten, was ihnen aufgetragen
ohne etwas auszusagen.
Mit vielen Pausen und mancherlei
ging der Rest des Tages vorbei-
Am nächsten Tag hörte ich Schritte:
Zehn Leute kamen zur Visite,
vom Professor Brandl angeführt.
Der hat dann Folgendes ausgeführt:
Auf der Basis von Lunge und Herz
ist die Operation beileibe kein Scherz!
Blutungs- und Infektionsgefahr
stellen sich den Ärzten dar.
Da habe ich ganz schnell begriffen:
Das Ärzteteam – es hat gekniffen!
Andrerseits liegt auf der Hand:
Man hat es viel zu spät erkannt!
Was vor'n paar Jahr'n noch ganz passabel
ist heute schlicht irreparabel.
Denn die Backe von meinem Po,
die immer weh tat, sowieso,
weil sie zu wenig ward versorgt,
die ist so lange schon verkorkt
und leider nicht zu reparieren.
Man kann ja nichts mehr korrigieren.
Ich hab mir erlaubt, darauf zu verweisen,
dass meine Ferse nicht ist aus Eisen,
sondern mit einer NEK-Rose geziert,
die mich peinigt und sekiert.
Darauf sind mittags zwei Ärzte gekommen,
die haben sich des Falls angenommen
und diese „Blume“ gesalbt und behandelt,
damit sie mich nicht mehr verschandelt.
So blicke ich erst einmal relativ heiter
auf die Zukunft und wie es wohl geht weiter.
Inzwischen wurde es Donnerstag
und zur Klärung einer Frag
mußte ich zum Ultraschall,
das ist hier total normal.
Danach wurde Verband gewechselt
und an meinem Fuß gedrechselt
und es kam ein Herr Dirk Bruns
an das Krankenbett von uns
verkaufte mir einen „Fersfreischuh“
jetzt hat meine Ferse Ruh!
Am Mittag hieß es: Im Zimmer bleiben!
(Und irgendwie die Zeit vertreiben)-
Ernährungsberatung kündigt sich an,
damit ich leichter abnehmen kann.
Geduldig bin ich dagesessen,
hab ferngesehen und gelesen,
doch es kam kein einzig Wesen,
mir zu helfen beim genesen.
Bis halb sechs hielt ich es aus,
dann war ich wütend, musste raus!
Am Freitag sollt' es anders sein:
Ich nahm g'rad noch mein Essen ein,
da klopfte es schon an der Tür,
eine Beraterin war hier.
Hier möchte ich nicht weiter lästern,
denn es war nicht „die“ von gestern,
„die“ hat eine Kollegin geschickt,
damit sie mich mit Weisheit beglückt.
Mit ihr hab ich mich bald verstanden,
sie hatte auch gar nichts anzubestanden.
Frühstück, Mittag, Abendessen
sind beanstandungsfrei gewesen -
nur bei den Getränken
sollt' ich mich beschränken.
Weißbier als solches ist gar nicht schlecht,
wenn den Durst man löschen möcht
und es ist zu dedizieren
bei der Spülung von den Nieren,
doch sind 2 Maß ein ganzes Essen
und das darf man nicht vergessen.
Ich habe das zur Kenntnis genommen
und habe mir auch vorgenommen:
Ich probiere das zu Haus,
komm ich erst einmal hier raus.
Doch hier ist Weißbier eine Lust.
Um zu bekämpfen manchen Frust,
und zur Steigerung vom Wohl,
ist gut geeignet Alkohol -
freilich nicht in großen Massen,
aber in beschränkten Maßen!
Das Wochenende ist vergangen,
eine neue Woche hat angefangen
und schon am Dienstag warf man mich raus,
so bin ich also wieder zu Haus.
Jetzt ist wieder die Hausärztin d’ran,
mir zu zeigen, wie’s geht voran
und ich hör sie schon dozieren:
„So was muss man operieren!“
Doch glaubt die Klinik unbeirrt,
dass es von selber besser wird.
Nekrose hin, Nekrose her,
es gibt dafür keine Gewähr
und das behaupt ich konsequent.
Doch ich bin „nur“ der Patient!
Verfasst am Entlassungstag 22. Sep. 2009
von Otto Schlagenhaufer
Donnerstag, 10. April 2008
Neues aus der Anstalt 2008
Reha-Zentrum 83457 Bayerisch Gmain Kliinik Hochstaufen
Ende April war ich verdrossen
und da habe ich beschlossen,
einen Antrag einzureichen
für eine Kur oder dergleichen.
Mein Hausarzt war sogleich bereit
und übernahm die Schreibarbeit,
dann begann ich unter Fluchen
die Hauptstelle der Barmer zu suchen.
Lenbachplatz 1 ist die Adresse -
ich suchte voller Interesse
und habe schließlich sie entdeckt,
denn dieser Ort ist gut versteckt.
Ein weibliches Wesen jung und adrett
und vom Gehabe auch ganz nett
hat meinen Antrag entgegengenommen
und bald schon habe ich Antwort bekommen.
Es kam ein Brief von der BfA
und unter anderem hieß es da,
ich käme zur Reha nach Bayerisch Gmain. -
In der Woch’ 26 würde es sein.
In dieser Woche war es nicht.
Eine Frau Schmuck tat ihre Pflicht,
verlegte mich auf den Juli, den letzten,
mach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten.
Zum Glück tat sie es auch telefonisch,
ich lehnte ab und meinte lakonisch:
Am Zehnten wird mein Bruder siebzig -
dass ich da fehle – nein, das gibt’s nich.
Wir haben uns auf den 12. geeinigt
und ich wähnte die Sache damit bereinigt.
Am letzten Juli ließ man mich wissen,
man tät mich in Bayerisch Gmein vermissen.
Ich blieb ganz ruhig, bekam keine Wut!
Weiß denn die Linke, was die Rechte tut?
Wir einigten uns, ich trank ein Bier,
seit dem 12. August bin ich nun hier.
Bei der Ankunft wr ich recht lässig,
doch gleich darauf wurde es stressig,
denn die Doktorin der Medizin
bestellte flugs mich vor sie hin.
Natürlich musste ich auch essen,
das Zimmer beziehen nicht zu vergessen
und ich brauchte - wenn es gefällt -
peinlicherweise auch noch Geld.
Deshalb fuhren wir noch mal
hinab ins Tal, nach Reichenhall,
bekamen Geld beim Automat,
weil jede Bank schon einen hat.
Endlich war dann alles getätigt,
es war alles Nötige erledigt,
es wurde Abend es wurde Nacht -
der erste Tag – er war vollbracht.
Vom zweiten Tag ist nichts zu berichten,
denn ich hatte keine Pflichten,
ich stieg auf die Waage und gab etwas Blut,
ansonsten ging es mir recht gut.
Am Tag darauf „Herz-Ärger-Meter“,
da wurde ich zum Miesepeter,
doch nachmittags Entspannungstest.
Auf einmal schlief ich tief und fest.
Ach ja, was soll’s! Ich bin nicht prüde!
Vielleicht war ich vom Radfahren müde?
Man muss auch wieder fröhlich sein,
drum goss ich mir ein Weißbier ein.
In der Abfolge dieser Geschichten
muss ich auch von Essen berichten.
Ich werf’ den Koch von seinem Throne,
macht er noch einmal Minestrone!
Einmal gabs Gemüseklößchen
mit einem unbeschreiblichen Sößchen.
Meistens ist das Essen dürftig -
ich meine natürlich gewöhnungsbe-dürftig.
Ich glaub, man vertritt hier diese These:
Der beste Koch ist die Askese
und die höchste aller Pflichten,
heißt, auf etwas zu verzichten.
Hier möchte ich eine Weisheit berichten:
Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten.
Und willst du Zwiebeln und Knoblauchzehen,
musst du in ein Gasthaus gehen.
Apropos: Es gibt hier viele,
die die Sättigung zum Ziele
ihrer werten Gäste haben,
die sich auch mal auswärts laben.
Ich wollte eigentlich auch schreiben
über „Schlank werden und es bleiben“,
doch war dieses Seminar
in meinen Augen völlig klar.
Der Verzicht ist eine Strafe,
doch werde nicht des Bauches Sklave!
Um bestens schlank werden zu können,
muss man sich auch mal was gönnen!
Natürlich könnte man hier lesen,
wo ich privat bin schon gewesen
und das ich nach Rückkehr aus Berchtesgaden
besuchte einen Metzgerladen.
Ich habe mir nur einen Presssack gekauft,
doch Hilde hat sich das Haar gerauft
und ich weiß jetzt gut Bescheid:
Das war ja nur der blanke Neid!
Nun, ich lass mich nicht verleiten,
die Fehler anderer auszubreiten,
denn dieses ist mir völlig klar:
Ich hab selber auch ein paar!
Hier sollten meine Verse enden,
doch muss ich noch ein paar verschwenden,
um einige Dinge zu benennen,
die mir auf den Nägeln brennen.
Mir ist zum Beispiel aufgefallen,
dass in diesen heil’gen Hallen
man an Orte wird gesandt,
die noch gänzlich unbekannt.
Hilfreich wären ein paar Zahlen,
vor den Gängen aufgemalen,
die unmissverständlich künden:
Der gesuchte Raum ist hier zu finden!
Des Weitern – ich sag’s unverhohlen -
har man mich hier doch glatt bestohlen.
Ich hörte vom Computerraum
und hatte einen hübschen Traum:
Hier kann man schreiben, surfen, drucken,
braucht nur zwei €uro hinzuspucken.
Ich tat’s und habe dann gehört,
mein USB ist mir verwehrt.
Was soll ich dann mit dieser Karte,
von der ich mir so viel erwarte?
Ich retourniere das dumme Stück,
krieg aber nur das Pfand zurück.
Ich empfinde das als Nepp,
obwohl ich sicher selbst der Depp.
Nun ja, was soll’s, was kostet die Welt?
Vielleicht braucht einer diese Geld?
Gelöst wurde dann mein bewusster Fall
im Internet-Café in Reichenhall
und ich will es nicht verhehlen:
Ich lass nicht noch mal mein Geld mir stehlen!
Seit ein paar Tagen, so will es mir scheinen,
ist das Essen – möchte ich meinen -
ganz erheblich besser geworden,
so unterlass ich, den Koch zu ermorden!
So gab es neulich Matjes-Salat
mit Pellkartoffeln, ganz delikat,
der schmeckte – ich sag’s ohne Scheu -
besser als im Bürgerbräu!
Salate am Abend –aus berufenem Mund -
seien äußerst ungesund
und weil wirklich schwer verdaulich
für den Schlaf nicht sehr erbaulich.
Andererseits bei den Salaten
vermisse leider ich Tomaten,
die es viel zu selten gibt,
obwohl von den meisten von Herzen geliebt.
Ich komme zurück auf den Verzicht,
denn einiges bekommst du nicht.
Mit dem Geschwätz von Salmonellen
tut man die Eier dir vergällen.
Verpönt ist außerdem allhier
zum Essen der Genuss von Bier.
In der Kurklinik Hochstaufen
sollst du immer Wasser saufen.
Adelholzener warm und still,
das ich nicht mal zum Gurgeln will,
wird mir hier ganz ungeniert
in einem Sechserträger servviert.
Der steht noch hier, wie er gekommen,
ich hab noch keinen Schluck genommen.
Zwar wäre dieser Trank nicht teuer,
doch würde ich handeln wie ein Reiher.
Für die, die jetzt so fragend glotzen,
sei geagt, ich würde kotzen. -
Aber Wasser, sprudelnd, frisch,
hab ich gerne auf dem Tisch!
Natürlich tränk ich lieber Bier,
doch wie gesagt, man darf’s nicht hier,
auch Wein zum Essen gibt es nicht.
Hier ist Tee und Wasser Pflicht.
Weil alles einmal enden muss,
komme allmählich ich zum Schluss.
Ich glaub, ich hab genug geschwätzt,
darum sei endlich Ruhe jetzt.
Ich könnte ja noch viel erzählen,
doch will ich euch nicht länger quälen.
Ich wünsch einen schönen Tag oder Abend,
sei er fröhlich und auch labend!
Verfasst anlässlich meines 75. Geburtstags
am 31. August 2008. Otto Schlagenhaufer
Nachtrag:
Zwei Tage später wurd’ ich entlassen
und ich konnte gar nicht fassen,
dass ich wurde geladen zum Chef
und ich fragte mich: Aus welchem Betreff?
Schließlich saßen wir uns gegenüber,
ich kriegte keinen Nasenstüber,
sondern meine zwei Euro zurück,
die mir fehlten zu meinem Glück.
Er hatte ja eine Kopie erhalten,
als der Leiter dieser Anstalten
und er hatte sich Einiges notiert,
was ich in meinen Versen moniert.
Wir trennten uns ganz einvernehmlich,
ich konnte mich nun ganz bequemlich
gemächlich auf den Heimweg machen
und tat das auch mit hundert Sachen.
Ende April war ich verdrossen
und da habe ich beschlossen,
einen Antrag einzureichen
für eine Kur oder dergleichen.
Mein Hausarzt war sogleich bereit
und übernahm die Schreibarbeit,
dann begann ich unter Fluchen
die Hauptstelle der Barmer zu suchen.
Lenbachplatz 1 ist die Adresse -
ich suchte voller Interesse
und habe schließlich sie entdeckt,
denn dieser Ort ist gut versteckt.
Ein weibliches Wesen jung und adrett
und vom Gehabe auch ganz nett
hat meinen Antrag entgegengenommen
und bald schon habe ich Antwort bekommen.
Es kam ein Brief von der BfA
und unter anderem hieß es da,
ich käme zur Reha nach Bayerisch Gmain. -
In der Woch’ 26 würde es sein.
In dieser Woche war es nicht.
Eine Frau Schmuck tat ihre Pflicht,
verlegte mich auf den Juli, den letzten,
mach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten.
Zum Glück tat sie es auch telefonisch,
ich lehnte ab und meinte lakonisch:
Am Zehnten wird mein Bruder siebzig -
dass ich da fehle – nein, das gibt’s nich.
Wir haben uns auf den 12. geeinigt
und ich wähnte die Sache damit bereinigt.
Am letzten Juli ließ man mich wissen,
man tät mich in Bayerisch Gmein vermissen.
Ich blieb ganz ruhig, bekam keine Wut!
Weiß denn die Linke, was die Rechte tut?
Wir einigten uns, ich trank ein Bier,
seit dem 12. August bin ich nun hier.
Bei der Ankunft wr ich recht lässig,
doch gleich darauf wurde es stressig,
denn die Doktorin der Medizin
bestellte flugs mich vor sie hin.
Natürlich musste ich auch essen,
das Zimmer beziehen nicht zu vergessen
und ich brauchte - wenn es gefällt -
peinlicherweise auch noch Geld.
Deshalb fuhren wir noch mal
hinab ins Tal, nach Reichenhall,
bekamen Geld beim Automat,
weil jede Bank schon einen hat.
Endlich war dann alles getätigt,
es war alles Nötige erledigt,
es wurde Abend es wurde Nacht -
der erste Tag – er war vollbracht.
Vom zweiten Tag ist nichts zu berichten,
denn ich hatte keine Pflichten,
ich stieg auf die Waage und gab etwas Blut,
ansonsten ging es mir recht gut.
Am Tag darauf „Herz-Ärger-Meter“,
da wurde ich zum Miesepeter,
doch nachmittags Entspannungstest.
Auf einmal schlief ich tief und fest.
Ach ja, was soll’s! Ich bin nicht prüde!
Vielleicht war ich vom Radfahren müde?
Man muss auch wieder fröhlich sein,
drum goss ich mir ein Weißbier ein.
In der Abfolge dieser Geschichten
muss ich auch von Essen berichten.
Ich werf’ den Koch von seinem Throne,
macht er noch einmal Minestrone!
Einmal gabs Gemüseklößchen
mit einem unbeschreiblichen Sößchen.
Meistens ist das Essen dürftig -
ich meine natürlich gewöhnungsbe-dürftig.
Ich glaub, man vertritt hier diese These:
Der beste Koch ist die Askese
und die höchste aller Pflichten,
heißt, auf etwas zu verzichten.
Hier möchte ich eine Weisheit berichten:
Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten.
Und willst du Zwiebeln und Knoblauchzehen,
musst du in ein Gasthaus gehen.
Apropos: Es gibt hier viele,
die die Sättigung zum Ziele
ihrer werten Gäste haben,
die sich auch mal auswärts laben.
Ich wollte eigentlich auch schreiben
über „Schlank werden und es bleiben“,
doch war dieses Seminar
in meinen Augen völlig klar.
Der Verzicht ist eine Strafe,
doch werde nicht des Bauches Sklave!
Um bestens schlank werden zu können,
muss man sich auch mal was gönnen!
Natürlich könnte man hier lesen,
wo ich privat bin schon gewesen
und das ich nach Rückkehr aus Berchtesgaden
besuchte einen Metzgerladen.
Ich habe mir nur einen Presssack gekauft,
doch Hilde hat sich das Haar gerauft
und ich weiß jetzt gut Bescheid:
Das war ja nur der blanke Neid!
Nun, ich lass mich nicht verleiten,
die Fehler anderer auszubreiten,
denn dieses ist mir völlig klar:
Ich hab selber auch ein paar!
Hier sollten meine Verse enden,
doch muss ich noch ein paar verschwenden,
um einige Dinge zu benennen,
die mir auf den Nägeln brennen.
Mir ist zum Beispiel aufgefallen,
dass in diesen heil’gen Hallen
man an Orte wird gesandt,
die noch gänzlich unbekannt.
Hilfreich wären ein paar Zahlen,
vor den Gängen aufgemalen,
die unmissverständlich künden:
Der gesuchte Raum ist hier zu finden!
Des Weitern – ich sag’s unverhohlen -
har man mich hier doch glatt bestohlen.
Ich hörte vom Computerraum
und hatte einen hübschen Traum:
Hier kann man schreiben, surfen, drucken,
braucht nur zwei €uro hinzuspucken.
Ich tat’s und habe dann gehört,
mein USB ist mir verwehrt.
Was soll ich dann mit dieser Karte,
von der ich mir so viel erwarte?
Ich retourniere das dumme Stück,
krieg aber nur das Pfand zurück.
Ich empfinde das als Nepp,
obwohl ich sicher selbst der Depp.
Nun ja, was soll’s, was kostet die Welt?
Vielleicht braucht einer diese Geld?
Gelöst wurde dann mein bewusster Fall
im Internet-Café in Reichenhall
und ich will es nicht verhehlen:
Ich lass nicht noch mal mein Geld mir stehlen!
Seit ein paar Tagen, so will es mir scheinen,
ist das Essen – möchte ich meinen -
ganz erheblich besser geworden,
so unterlass ich, den Koch zu ermorden!
So gab es neulich Matjes-Salat
mit Pellkartoffeln, ganz delikat,
der schmeckte – ich sag’s ohne Scheu -
besser als im Bürgerbräu!
Salate am Abend –aus berufenem Mund -
seien äußerst ungesund
und weil wirklich schwer verdaulich
für den Schlaf nicht sehr erbaulich.
Andererseits bei den Salaten
vermisse leider ich Tomaten,
die es viel zu selten gibt,
obwohl von den meisten von Herzen geliebt.
Ich komme zurück auf den Verzicht,
denn einiges bekommst du nicht.
Mit dem Geschwätz von Salmonellen
tut man die Eier dir vergällen.
Verpönt ist außerdem allhier
zum Essen der Genuss von Bier.
In der Kurklinik Hochstaufen
sollst du immer Wasser saufen.
Adelholzener warm und still,
das ich nicht mal zum Gurgeln will,
wird mir hier ganz ungeniert
in einem Sechserträger servviert.
Der steht noch hier, wie er gekommen,
ich hab noch keinen Schluck genommen.
Zwar wäre dieser Trank nicht teuer,
doch würde ich handeln wie ein Reiher.
Für die, die jetzt so fragend glotzen,
sei geagt, ich würde kotzen. -
Aber Wasser, sprudelnd, frisch,
hab ich gerne auf dem Tisch!
Natürlich tränk ich lieber Bier,
doch wie gesagt, man darf’s nicht hier,
auch Wein zum Essen gibt es nicht.
Hier ist Tee und Wasser Pflicht.
Weil alles einmal enden muss,
komme allmählich ich zum Schluss.
Ich glaub, ich hab genug geschwätzt,
darum sei endlich Ruhe jetzt.
Ich könnte ja noch viel erzählen,
doch will ich euch nicht länger quälen.
Ich wünsch einen schönen Tag oder Abend,
sei er fröhlich und auch labend!
Verfasst anlässlich meines 75. Geburtstags
am 31. August 2008. Otto Schlagenhaufer
Nachtrag:
Zwei Tage später wurd’ ich entlassen
und ich konnte gar nicht fassen,
dass ich wurde geladen zum Chef
und ich fragte mich: Aus welchem Betreff?
Schließlich saßen wir uns gegenüber,
ich kriegte keinen Nasenstüber,
sondern meine zwei Euro zurück,
die mir fehlten zu meinem Glück.
Er hatte ja eine Kopie erhalten,
als der Leiter dieser Anstalten
und er hatte sich Einiges notiert,
was ich in meinen Versen moniert.
Wir trennten uns ganz einvernehmlich,
ich konnte mich nun ganz bequemlich
gemächlich auf den Heimweg machen
und tat das auch mit hundert Sachen.
Montag, 18. April 2005
Die Nordkapfahrt 2005
Sechsundvierzig aus Süddeutschen Landen,
die sich zufällig zusammenfanden,
hatten als Ziel nur eins im Sinn:
“Wir wollen zu dem Nordkap hin”.
Von Montag auf Dienstag in der Nacht
wurde die Reise in Schwung gebracht
und im späteren Tagesverlauf
nahm uns Hamburg in sich auf.
Bereits am nächsten frühen Morgen
nahm FFO uns alle Sorgen
denn der "kürzeste" Werbemann
brachte seine Sprüche an.
Danach gings auf die grosse Reis`
und dem Mann sei Lob und Preis,
der fordert, nach dem Abendessen
musst noch 300 km durchmessen.
Dann fanden wir`s Hotel nicht gleich,
Franz und Werner wurden bleich,
sie konnten ja nicht ahnen,
dass es zwei Strassen gibt mit gleichem Namen.
Eines ist noch nachzutragen,
ich kann`s nicht verschweigen, ich muss es sagen:
manch einer macht aus dem Essen zur Nacht
mit grimmigem Blick eine Völkerschlacht.
Die Straße 50 am Donnerstag
war wunderschön, ganz ohne Frag,
sie führte durch landschaftlich schönes Gelände
und fand am Abend in Bolnäss ein Ende.
Erwähnt sei hier unser Maskottchen,
sie heißt Rita und nicht Lottchen
und will, ohne wen zu hassen
es jedenfalls beim “Sie” belassen.
“Unser Dickerche schläft”! so weckt sie mich auf
und kommt im weiteren Verlauf
mit ihrem Mann eine Stunde zu spät.
Wie leicht was in die Hose geht!
Beginnend in Bolnäss und über Umea
erreichten wir Freitag Abend Lulea.
Die Strassen am Tage waren nicht sehr belebt
doch Abends wurden wir trockengeleckt.
Der Samstag zeigt sich voller Freuden:
zuerst Geburtstagsglockenläuten
für eine Dame von “18” Jahren,
sehr reiselustig und welterfahren.
Am Mittag wurde dann erreicht
was sich nur als Markierung zeigt
denn der Polarkreis ist versteckt
solang er nicht mit Farbe bedeckt.
Die Rita sprach an diesem Orte
ein paar wohlgeformte Worte
und dann stiessen wir an mit Metternichsekt
der hat wirklich gut geschmeckt.
Am Abend gab es ein köstliches Essen
das dunkle Weissbier sei nicht vergessen!
Nach all diesen Wonnearten
war es leicht in den Sonntag zu starten.
Um Finnlands größten See zu sehen
muss man in die Höhe gehen,
doch anstatt den See zu betrachten
bestaunten Krempel sie und Trachten.
Am Sonntagmittag in Karasjok
erreichte uns ein arger Schock:
gut war das Theater der Samen,
schlecht, dass wir nichts zu essen bekamen.
Nach Zimmerverteilung und Abendessen
sind wir dann im Bus gesessen
und zu jenem Punkt gefahren,
nachdem wir lang schon süchtig waren.
Das Nordkap ist, wenn man so schaut,
zum Touristenzentrum ausgebaut
und es gibt etliche Attraktionen,
die sollen den Besuch belohnen.
Am besten von den Wundern allen
hat mir jedoch ein Film gefallen.
In eindrucksvollen, grandiosen Bildern
vermag er es, das Nordkap zu schildern.
Am Tag darauf sind wir gewest
in der nördlichsten Stadt, in Hammerfest.
Ich bekam den dritten Fisch innerhalb zwei Tagen
und musste mich beinah ein wenig plagen.
Zwei Nächte waren wir im Rica Hotel,
der Luxus war ganz sensationell
und die Toilette beim Speisesaal
war viel zu klein, das war fatal. (30cm von Schüssel bis Türe)
Am Dienstag hab`n wir das Weite gesucht.
Es sah fast aus wie eine Flucht
als wir die Landschaften durchmassen
und bei der Fahrt zu Mittag assen.
In der Nacht bin ich ein Jahr alter geworden.
Man hat mir Gutes gewünscht mit vielen Worten
und so kamen mir Gedanken
mich für die lieben Wünsche zu bedanken.
Bald nun endet unsere Reise,
die ich beschrieb auf meine Weise.
Es wird noch Stadtrundfahrten geben
und den Besuch von Elchgehegen.
So endet nun auch mein Bericht,
den ich geschrieben als Gedicht.
Ich wünsche nun auf meine Art
allen allzeit Gute Fahrt
Verfasst und vorgetragen von Otto Schlagenhaufer am 31. 8. 2005
die sich zufällig zusammenfanden,
hatten als Ziel nur eins im Sinn:
“Wir wollen zu dem Nordkap hin”.
Von Montag auf Dienstag in der Nacht
wurde die Reise in Schwung gebracht
und im späteren Tagesverlauf
nahm uns Hamburg in sich auf.
Bereits am nächsten frühen Morgen
nahm FFO uns alle Sorgen
denn der "kürzeste" Werbemann
brachte seine Sprüche an.
Danach gings auf die grosse Reis`
und dem Mann sei Lob und Preis,
der fordert, nach dem Abendessen
musst noch 300 km durchmessen.
Dann fanden wir`s Hotel nicht gleich,
Franz und Werner wurden bleich,
sie konnten ja nicht ahnen,
dass es zwei Strassen gibt mit gleichem Namen.
Eines ist noch nachzutragen,
ich kann`s nicht verschweigen, ich muss es sagen:
manch einer macht aus dem Essen zur Nacht
mit grimmigem Blick eine Völkerschlacht.
Die Straße 50 am Donnerstag
war wunderschön, ganz ohne Frag,
sie führte durch landschaftlich schönes Gelände
und fand am Abend in Bolnäss ein Ende.
Erwähnt sei hier unser Maskottchen,
sie heißt Rita und nicht Lottchen
und will, ohne wen zu hassen
es jedenfalls beim “Sie” belassen.
“Unser Dickerche schläft”! so weckt sie mich auf
und kommt im weiteren Verlauf
mit ihrem Mann eine Stunde zu spät.
Wie leicht was in die Hose geht!
Beginnend in Bolnäss und über Umea
erreichten wir Freitag Abend Lulea.
Die Strassen am Tage waren nicht sehr belebt
doch Abends wurden wir trockengeleckt.
Der Samstag zeigt sich voller Freuden:
zuerst Geburtstagsglockenläuten
für eine Dame von “18” Jahren,
sehr reiselustig und welterfahren.
Am Mittag wurde dann erreicht
was sich nur als Markierung zeigt
denn der Polarkreis ist versteckt
solang er nicht mit Farbe bedeckt.
Die Rita sprach an diesem Orte
ein paar wohlgeformte Worte
und dann stiessen wir an mit Metternichsekt
der hat wirklich gut geschmeckt.
Am Abend gab es ein köstliches Essen
das dunkle Weissbier sei nicht vergessen!
Nach all diesen Wonnearten
war es leicht in den Sonntag zu starten.
Um Finnlands größten See zu sehen
muss man in die Höhe gehen,
doch anstatt den See zu betrachten
bestaunten Krempel sie und Trachten.
Am Sonntagmittag in Karasjok
erreichte uns ein arger Schock:
gut war das Theater der Samen,
schlecht, dass wir nichts zu essen bekamen.
Nach Zimmerverteilung und Abendessen
sind wir dann im Bus gesessen
und zu jenem Punkt gefahren,
nachdem wir lang schon süchtig waren.
Das Nordkap ist, wenn man so schaut,
zum Touristenzentrum ausgebaut
und es gibt etliche Attraktionen,
die sollen den Besuch belohnen.
Am besten von den Wundern allen
hat mir jedoch ein Film gefallen.
In eindrucksvollen, grandiosen Bildern
vermag er es, das Nordkap zu schildern.
Am Tag darauf sind wir gewest
in der nördlichsten Stadt, in Hammerfest.
Ich bekam den dritten Fisch innerhalb zwei Tagen
und musste mich beinah ein wenig plagen.
Zwei Nächte waren wir im Rica Hotel,
der Luxus war ganz sensationell
und die Toilette beim Speisesaal
war viel zu klein, das war fatal. (30cm von Schüssel bis Türe)
Am Dienstag hab`n wir das Weite gesucht.
Es sah fast aus wie eine Flucht
als wir die Landschaften durchmassen
und bei der Fahrt zu Mittag assen.
In der Nacht bin ich ein Jahr alter geworden.
Man hat mir Gutes gewünscht mit vielen Worten
und so kamen mir Gedanken
mich für die lieben Wünsche zu bedanken.
Bald nun endet unsere Reise,
die ich beschrieb auf meine Weise.
Es wird noch Stadtrundfahrten geben
und den Besuch von Elchgehegen.
So endet nun auch mein Bericht,
den ich geschrieben als Gedicht.
Ich wünsche nun auf meine Art
allen allzeit Gute Fahrt
Verfasst und vorgetragen von Otto Schlagenhaufer am 31. 8. 2005
Freitag, 7. März 2003
Ein Maibaum muss her ...!
Ich weiß nicht mehr wann, da sagte mal wer:
„So geht es nicht weiter, ein Maibaum muss her!
Ein Maibaum, der hat Tradition,
vor allem am Land, das weiß man schon
und Berg am Laim mit dem dörflichen Kern,
das hätt’ halt einen Maibaum gern.“
So hat er gesprochen in fröhlicher Rund
und tat so seine Meinung kund.
Die Meinung fiel auf fruchtbaren Boden
und es haben sich fünfzehn angeboten,
hierzu einen Verein zu gründen,
das weitere würde sich schon finden.
Und tatsächlich, schon ein Jahr später
lud man den fertigen Baum auf Räder
und fuhr ihn vom ESV-Turnerheim
zum Ortsmittelpunkt von Berg am Laim.
Hier wurde er feierlich aufgestellt,
besungen auch als Mitte der Welt
und seither sagt jeder Vereinsvorstand als Chef:
„Abfahrt beim Maibaum! Da ist der Treff!“
So rasch lebt wieder auf ein Brauch,
von dem man glaubte, vergessen auch!
Inzwischen müssen’s beim Maibaumverein
schon weit über hundert Mitglieder sein.
Ein paar gibt es, die Vorschläge erörtern,
das traditionelle Brauchtum zu fördern.
So gibt es Ausflüge und andere Sachen,
die dazu dienen, sich schlauer zu machen
und es gibt zur Zeit wieder ein paar mehr,
die sagen: „Ein neuer Maibaum muss her!“
Verfasst von einem „außen stehenden“
Otto Schlagenhaufer
„So geht es nicht weiter, ein Maibaum muss her!
Ein Maibaum, der hat Tradition,
vor allem am Land, das weiß man schon
und Berg am Laim mit dem dörflichen Kern,
das hätt’ halt einen Maibaum gern.“
So hat er gesprochen in fröhlicher Rund
und tat so seine Meinung kund.
Die Meinung fiel auf fruchtbaren Boden
und es haben sich fünfzehn angeboten,
hierzu einen Verein zu gründen,
das weitere würde sich schon finden.
Und tatsächlich, schon ein Jahr später
lud man den fertigen Baum auf Räder
und fuhr ihn vom ESV-Turnerheim
zum Ortsmittelpunkt von Berg am Laim.
Hier wurde er feierlich aufgestellt,
besungen auch als Mitte der Welt
und seither sagt jeder Vereinsvorstand als Chef:
„Abfahrt beim Maibaum! Da ist der Treff!“
So rasch lebt wieder auf ein Brauch,
von dem man glaubte, vergessen auch!
Inzwischen müssen’s beim Maibaumverein
schon weit über hundert Mitglieder sein.
Ein paar gibt es, die Vorschläge erörtern,
das traditionelle Brauchtum zu fördern.
So gibt es Ausflüge und andere Sachen,
die dazu dienen, sich schlauer zu machen
und es gibt zur Zeit wieder ein paar mehr,
die sagen: „Ein neuer Maibaum muss her!“
Verfasst von einem „außen stehenden“
Otto Schlagenhaufer
Montag, 3. März 2003
Faschingsgedanken 2003
Nach der Art: „Ich weiß etwas!“
war die Merkel - nicht zum Spaß -
neulich in den USA,
doch war der Bush nicht für sie da,
Lasst mich schätzen:
Sie wollte petzen.
Andrerseits, der gute Bush,
würde gern mit einem Husch
den Saddam in die Wüste sprengen
und tut die UNO sehr bedrängen.
Maikäfer flieg:
Der Bush will in den Krieg.
Der Joschka, der den Sicherheitsrat
zur Zeit in seiner Obhut hat,
braucht keine neue Resolution,
denn eine wirksame haben wir schon.
Was wird geschehen?
Wir werden sehen!
Zurück im Inland stell ich fest,
dass die SPD weiterhin Federn lässt,
denn in Mecklenburgs Gemeinden
wimmelt es beinah von Feinden.
Heide Simonis
Quo vadis?
Es hält sich der Schröder an die Aussage:
Ein deutscher Beitrag kommt nicht in Frage.
Von wegen Awax und Überfliegen!
Die sollen gefälligst ohne uns siegen
und er zeigt mit einem Ruck
auf den Struck.
Den Scharping und den Lafontaine,
die hat man ja schon gehen sehn
und ich hätt’ die große Bitt:
Wann geht endlich die Ulla Schmidt?
Bis dahin heißt es: Unter Qualen
selber zahlen!
Es fordert der Eichel
ganz ohne Geschmeichel
als der Mann von Welt
immer mehr Geld.
Steuern erneuern?
Gegensteuern!
Familie macht Renate Schmidt
und man hört wenig in der Bütt
über sie und ihr Ressort.
Vielleicht ist ihr Budget schon gor?
Wie dem auch sei -
s’ist einerlei.
Es gemahnt der Mann des Innern, Schily,
mich an den Eulenspiegel Tilly,
denn dieser ach so listenreiche
plant immer wieder neue Streiche
gegen Kriminalität.
Wo’s nur geht.
Der Superminister, der Wolfgang Clement,
versiegelt alles mit seinem Zement
und die Sache mit den Arbeitslosen
geht sicher wieder in die Hosen.
Und so war es ad hoc:
Die Wirtschaft Null Bock.
Erwähnt sei noch die Künast Renate,
die lädt die Landwirtschaft zum Bade
und sollte Subventionen streichen.
Ich fürchte, dazu wird’s nicht reichen,
doch für den Verbraucherschutz
ist sie nutz.
Ich hab versucht, mit ein paar Zeilen,
im Politischen zu weilen
und ist es mir auch nicht gelungen,
so hab ich doch was vorgesungen
und hab versucht, Euch zu erheitern.
Einen schönen Abend, weitern!
war die Merkel - nicht zum Spaß -
neulich in den USA,
doch war der Bush nicht für sie da,
Lasst mich schätzen:
Sie wollte petzen.
Andrerseits, der gute Bush,
würde gern mit einem Husch
den Saddam in die Wüste sprengen
und tut die UNO sehr bedrängen.
Maikäfer flieg:
Der Bush will in den Krieg.
Der Joschka, der den Sicherheitsrat
zur Zeit in seiner Obhut hat,
braucht keine neue Resolution,
denn eine wirksame haben wir schon.
Was wird geschehen?
Wir werden sehen!
Zurück im Inland stell ich fest,
dass die SPD weiterhin Federn lässt,
denn in Mecklenburgs Gemeinden
wimmelt es beinah von Feinden.
Heide Simonis
Quo vadis?
Es hält sich der Schröder an die Aussage:
Ein deutscher Beitrag kommt nicht in Frage.
Von wegen Awax und Überfliegen!
Die sollen gefälligst ohne uns siegen
und er zeigt mit einem Ruck
auf den Struck.
Den Scharping und den Lafontaine,
die hat man ja schon gehen sehn
und ich hätt’ die große Bitt:
Wann geht endlich die Ulla Schmidt?
Bis dahin heißt es: Unter Qualen
selber zahlen!
Es fordert der Eichel
ganz ohne Geschmeichel
als der Mann von Welt
immer mehr Geld.
Steuern erneuern?
Gegensteuern!
Familie macht Renate Schmidt
und man hört wenig in der Bütt
über sie und ihr Ressort.
Vielleicht ist ihr Budget schon gor?
Wie dem auch sei -
s’ist einerlei.
Es gemahnt der Mann des Innern, Schily,
mich an den Eulenspiegel Tilly,
denn dieser ach so listenreiche
plant immer wieder neue Streiche
gegen Kriminalität.
Wo’s nur geht.
Der Superminister, der Wolfgang Clement,
versiegelt alles mit seinem Zement
und die Sache mit den Arbeitslosen
geht sicher wieder in die Hosen.
Und so war es ad hoc:
Die Wirtschaft Null Bock.
Erwähnt sei noch die Künast Renate,
die lädt die Landwirtschaft zum Bade
und sollte Subventionen streichen.
Ich fürchte, dazu wird’s nicht reichen,
doch für den Verbraucherschutz
ist sie nutz.
Ich hab versucht, mit ein paar Zeilen,
im Politischen zu weilen
und ist es mir auch nicht gelungen,
so hab ich doch was vorgesungen
und hab versucht, Euch zu erheitern.
Einen schönen Abend, weitern!
Samstag, 15. Februar 2003
Faschingsgedanken 2003
Nach der Art: „Ich weiß etwas!“
war die Merkel - nicht zum Spaß -
neulich in den USA,
doch war der Bush nicht für sie da,
Lasst mich schätzen:
Sie wollte petzen.
Andrerseits, der gute Bush,
würde gern mit einem Husch
den Saddam in die Wüste sprengen
und tut die UNO sehr bedrängen.
Maikäfer flieg:
Der Bush will in den Krieg.
Der Joschka, der den Sicherheitsrat
zur Zeit in seiner Obhut hat,
braucht keine neue Resolution,
denn eine wirksame haben wir schon.
Was wird geschehen?
Wir werden sehen!
Zurück im Inland stell ich fest,
dass die SPD weiterhin Federn lässt,
denn in Mecklenburgs Gemeinden
wimmelt es beinah von Feinden.
Heide Simonis
Quo vadis?
Es hält sich der Schröder an die Aussage:
Ein deutscher Beitrag kommt nicht in Frage.
Von wegen Awax und Überfliegen!
Die sollen gefälligst ohne uns siegen
und er zeigt mit einem Ruck
auf den Struck.
Den Scharping und den Lafontaine,
die hat man ja schon gehen sehn
und ich hätt’ die große Bitt:
Wann geht endlich die Ulla Schmidt?
Bis dahin heißt es: Unter Qualen
selber zahlen!
Es fordert der Eichel
ganz ohne Geschmeichel
als der Mann von Welt
immer mehr Geld.
Steuern erneuern?
Gegensteuern!
Familie macht Renate Schmidt
und man hört wenig in der Bütt
über sie und ihr Ressort.
Vielleicht ist ihr Budget schon gor?
Wie dem auch sei -
s’ist einerlei.
Es gemahnt der Mann des Innern, Schily,
mich an den Eulenspiegel Tilly,
denn dieser ach so listenreiche
plant immer wieder neue Streiche
gegen Kriminalität.
Wo’s nur geht.
Der Superminister, der Wolfgang Clement,
versiegelt alles mit seinem Zement
und die Sache mit den Arbeitslosen
geht sicher wieder in die Hosen.
Und so war es ad hoc:
Die Wirtschaft Null Bock.
Erwähnt sei noch die Künast Renate,
die lädt die Landwirtschaft zum Bade
und sollte Subventionen streichen.
Ich fürchte, dazu wird’s nicht reichen,
doch für den Verbraucherschutz
ist sie nutz.
Ich hab versucht, mit ein paar Zeilen,
im Politischen zu weilen
und ist es mir auch nicht gelungen,
so hab ich doch was vorgesungen
und hab versucht, Euch zu erheitern.
Einen schönen Abend, weitern!
war die Merkel - nicht zum Spaß -
neulich in den USA,
doch war der Bush nicht für sie da,
Lasst mich schätzen:
Sie wollte petzen.
Andrerseits, der gute Bush,
würde gern mit einem Husch
den Saddam in die Wüste sprengen
und tut die UNO sehr bedrängen.
Maikäfer flieg:
Der Bush will in den Krieg.
Der Joschka, der den Sicherheitsrat
zur Zeit in seiner Obhut hat,
braucht keine neue Resolution,
denn eine wirksame haben wir schon.
Was wird geschehen?
Wir werden sehen!
Zurück im Inland stell ich fest,
dass die SPD weiterhin Federn lässt,
denn in Mecklenburgs Gemeinden
wimmelt es beinah von Feinden.
Heide Simonis
Quo vadis?
Es hält sich der Schröder an die Aussage:
Ein deutscher Beitrag kommt nicht in Frage.
Von wegen Awax und Überfliegen!
Die sollen gefälligst ohne uns siegen
und er zeigt mit einem Ruck
auf den Struck.
Den Scharping und den Lafontaine,
die hat man ja schon gehen sehn
und ich hätt’ die große Bitt:
Wann geht endlich die Ulla Schmidt?
Bis dahin heißt es: Unter Qualen
selber zahlen!
Es fordert der Eichel
ganz ohne Geschmeichel
als der Mann von Welt
immer mehr Geld.
Steuern erneuern?
Gegensteuern!
Familie macht Renate Schmidt
und man hört wenig in der Bütt
über sie und ihr Ressort.
Vielleicht ist ihr Budget schon gor?
Wie dem auch sei -
s’ist einerlei.
Es gemahnt der Mann des Innern, Schily,
mich an den Eulenspiegel Tilly,
denn dieser ach so listenreiche
plant immer wieder neue Streiche
gegen Kriminalität.
Wo’s nur geht.
Der Superminister, der Wolfgang Clement,
versiegelt alles mit seinem Zement
und die Sache mit den Arbeitslosen
geht sicher wieder in die Hosen.
Und so war es ad hoc:
Die Wirtschaft Null Bock.
Erwähnt sei noch die Künast Renate,
die lädt die Landwirtschaft zum Bade
und sollte Subventionen streichen.
Ich fürchte, dazu wird’s nicht reichen,
doch für den Verbraucherschutz
ist sie nutz.
Ich hab versucht, mit ein paar Zeilen,
im Politischen zu weilen
und ist es mir auch nicht gelungen,
so hab ich doch was vorgesungen
und hab versucht, Euch zu erheitern.
Einen schönen Abend, weitern!
Dienstag, 12. Februar 2002
Traudl Höß 80
Zum 80. Geburtstag von Frau Traudl Höß am 12. Februar 2002
Es fasziniert mich allemal
von jeher die Magie der Zahl
und bei Beschau der Geburtstagszahlen
kann ich mir Einiges (im Geist) ausmalen.
Zwölfter Zweiter Zweiundzwanzig -
da stimmt was nicht, da ist was ranzig,
denn da stört mich eine Eins,
sonst wär’ das Datum etwas Fein’s.
So komme ich, wie ich wohl muss,
zwangsläufig hin zu diesem Schluss:
Zehn Tage kam sie zu früh auf die Welt,
weil ihr die Eins das Datum vergällt.
Oder sie kam zehn Tage zu spät?
Es ändert nichts an der Qualität
der Traudl Höß, die wir heut ehren,
das kann und darf uns niemand wehren.
Am zwölften zwo ist sie geboren
und hat sich Nikolsburg erkoren,
von dort aus in die Welt zu zieh’n.
Nikolsburg liegt unweit Wien.
Zwar liegt Nikolsburg in Mähren,
doch vergieß ich keine Zähren,
denn die Entfernung ist nur klein -
einst tat alles Öst’reich sein.
Öst’reich, Donaumonarchie,
einstmals Habsburgdynastie,
zerschlagen schon vor achtzig Jahren
gar viele haben es erfahren.
Der Mittelpunkt davon war Wien,
aus diesem Grund zog’s viele hin,
die sich verdingten in höheren Kreisen
und auch Rezepte wussten von Speiseen.
Die Wiener Küche ist bekannt
daher weithin über alle Land.
Ob Schnitzel, Würstel oder Kuchen,
es lohnt sich, alles zu versuchen.
Die Traudl zählte zwei Dutzend Lenze,
als man sie abschob über die Grenze
und sie ist in München gestrandet,
man könnte auch sagen, sie ist hier gelandet.
Zwar keine Möbel und keine Betten,
doch konnte sie all ihre Nadeln retten,
die zum Sichern, Stopfen Sticken,
die zum Nähen und zum Stricken.
In der Hinsicht war sie autark
und das find ich ziemlich stark,
ja, ich finde es am Besten:
Sie kaufte noch keine Nadel im Westen.
Bei den Isar-Schlamper-Werken -
dieses sollte man sich merken -
verdiente sie ihren Unterhalt
und wurde auch bei denen alt.
Sie ging zu Fuß, sie fuhr nie Tram
und sie lief auch wieder „ham“,
wohin sie auch wollt’, sie ist gegangen
und konnte auch überall hin gelangen.
Als Fußgänger sieht man bekanntlich mehr,
so fiel sie über Mülltonnen her
und brachte der armen AG-Hauptstelle,
was sie gefunden auf die Schnelle.
AG, die Ackermann-Gemeinde,
mit der sie sich schon früh vereinte,
bezeichnet sie als „Urgestein“
der Mitglieder in dem Verein.
Ob Rohrer Sommer, Josephstal,
Termine und Tagungen ohne Zahl,
wohin auch immer sie verreist,
sie fungiert als guter Geist.
Sie ist stets für alle da,
ganz egal, ob fern, ob nah,
nimmt teil an Allem ohne Lohn,
zum Beispiel Sozialwerkskartenaktion.
Beim Einlegen vom Mitteilungsblatt,
wo’s immer wenig Leute hat,
war sie genau so eifrig dabei,
als ob es selbstverständlich sei.
Gepäckschnüre hat sie zusammengenäht -
das Verknoten hat sie verschmäht -
um Sozialwerkpakete zu verpacken
und Gespartes einzusacken.
Nicht für sich, für die AG,
denn dieser galt ihr Wohl und Weh
und schon über fünfzig Jahr
gehört sie da zum Inventar.
Nach Eintritt der Rente, quasi als Oma,
war sie schwer krank und lag im Koma,
litt auch unter Gedächtnisverlust,
hat nicht mehr, wer sie ist, gewusst
Mit viel Fleiß und Energie
verlor sich auch die Amnesie,
gemeint ist der Gedächtnisschwund,
sie wurde wieder sehr gesund.
Tägliches Turnen hält sie fit,
sie geht noch mit sehr raschem Schritt,
und ist auch geistig voller Schwung,
macht alles mit Begeisterung.
Vom Rundfunk wurde sie befragt,
als Flüchtlingsrentner, hochbetagt,
wie sie denn ihr Leben lebe,
ob es was zu klagen gebe.
Der Schuss ging nach hinten los,
denn die Traudl, ganz famos,
sagte stolz, die Rente reicht
und somit sei das Leben leicht.
Auch der Urlaub sei okeh,
denn den macht sie mit AG
weil billiger und auch bequem,
das Leben sei ganz angenehm.
Und schließlich, mit der Betreuung von Kindern,
könne sie Vitaminmangel lindern,
denn Obst sei meist der Arbeitslohn,
das sei schon eine Tradition.
Das Interview ging ganz daneben,
denn die Traudl weiß zu leben,
geht jährlich mit der AG auf Reisen,
kann so ihre Lebenslust beweisen.
Als die Traudl vor einem Jahr
mit der AG in Griechenland war,
hat sie von Eingeborenem prompt
einen richtigen Heiratsantrag bekommt.
Sie findet auch Bad Hevis nett.
Da war sie (vor zwei Jahren) mit Elisabeth
und kennt da einen Förstersmann,
mit dem man Honig tauschen kann.
Er liefert Honig, sie das Glas,
so hat am Ende jeder was.
[Und Meinrad wusste ganz genau,
dass unter Aufsicht seine Frau.]
Frau Höß ist fit in allen Sparten,
hält in Ordnung ihren Garten,
sammelt für fremde Hühner Brot
und lindert manche Kleidungsnot.
Etwas möchte ich noch vermelden:
Sie fehlt beim Stammtisch äußerst selten,
sie bringt uns Kuchen jedes Mal -
und sie bäckt Plätzchen, ohne Zahl.
Für ein Vanillekipferl zwei Sekunden,
da kommt sie gut über die Runden
und sie bäckt davon tausend Stück
und darf sie nicht essen. Das ist unser Glück!
Zur Zeit kämpft sie mit ihrem Knie,
das tut nicht so recht und sie weiß nicht wie,
sie hält zwar eisern die Schmerzen aus,
doch ging sie am liebsten nicht aus dem Haus.
Mir bleibt, bei diesem schönen Feste,
zu wünschen vom Guten das Allerbeste
und auch, herzlich Dank zu sagen,
für das, was labte unseren Magen.
So komme ich hiermit auch zum Schluß
und wünsche Gesundheit von Kopf bis Fuß
und ende mit einer kleinen Bitte:
Komm noch recht oft in unsere Mitte!
Es fasziniert mich allemal
von jeher die Magie der Zahl
und bei Beschau der Geburtstagszahlen
kann ich mir Einiges (im Geist) ausmalen.
Zwölfter Zweiter Zweiundzwanzig -
da stimmt was nicht, da ist was ranzig,
denn da stört mich eine Eins,
sonst wär’ das Datum etwas Fein’s.
So komme ich, wie ich wohl muss,
zwangsläufig hin zu diesem Schluss:
Zehn Tage kam sie zu früh auf die Welt,
weil ihr die Eins das Datum vergällt.
Oder sie kam zehn Tage zu spät?
Es ändert nichts an der Qualität
der Traudl Höß, die wir heut ehren,
das kann und darf uns niemand wehren.
Am zwölften zwo ist sie geboren
und hat sich Nikolsburg erkoren,
von dort aus in die Welt zu zieh’n.
Nikolsburg liegt unweit Wien.
Zwar liegt Nikolsburg in Mähren,
doch vergieß ich keine Zähren,
denn die Entfernung ist nur klein -
einst tat alles Öst’reich sein.
Öst’reich, Donaumonarchie,
einstmals Habsburgdynastie,
zerschlagen schon vor achtzig Jahren
gar viele haben es erfahren.
Der Mittelpunkt davon war Wien,
aus diesem Grund zog’s viele hin,
die sich verdingten in höheren Kreisen
und auch Rezepte wussten von Speiseen.
Die Wiener Küche ist bekannt
daher weithin über alle Land.
Ob Schnitzel, Würstel oder Kuchen,
es lohnt sich, alles zu versuchen.
Die Traudl zählte zwei Dutzend Lenze,
als man sie abschob über die Grenze
und sie ist in München gestrandet,
man könnte auch sagen, sie ist hier gelandet.
Zwar keine Möbel und keine Betten,
doch konnte sie all ihre Nadeln retten,
die zum Sichern, Stopfen Sticken,
die zum Nähen und zum Stricken.
In der Hinsicht war sie autark
und das find ich ziemlich stark,
ja, ich finde es am Besten:
Sie kaufte noch keine Nadel im Westen.
Bei den Isar-Schlamper-Werken -
dieses sollte man sich merken -
verdiente sie ihren Unterhalt
und wurde auch bei denen alt.
Sie ging zu Fuß, sie fuhr nie Tram
und sie lief auch wieder „ham“,
wohin sie auch wollt’, sie ist gegangen
und konnte auch überall hin gelangen.
Als Fußgänger sieht man bekanntlich mehr,
so fiel sie über Mülltonnen her
und brachte der armen AG-Hauptstelle,
was sie gefunden auf die Schnelle.
AG, die Ackermann-Gemeinde,
mit der sie sich schon früh vereinte,
bezeichnet sie als „Urgestein“
der Mitglieder in dem Verein.
Ob Rohrer Sommer, Josephstal,
Termine und Tagungen ohne Zahl,
wohin auch immer sie verreist,
sie fungiert als guter Geist.
Sie ist stets für alle da,
ganz egal, ob fern, ob nah,
nimmt teil an Allem ohne Lohn,
zum Beispiel Sozialwerkskartenaktion.
Beim Einlegen vom Mitteilungsblatt,
wo’s immer wenig Leute hat,
war sie genau so eifrig dabei,
als ob es selbstverständlich sei.
Gepäckschnüre hat sie zusammengenäht -
das Verknoten hat sie verschmäht -
um Sozialwerkpakete zu verpacken
und Gespartes einzusacken.
Nicht für sich, für die AG,
denn dieser galt ihr Wohl und Weh
und schon über fünfzig Jahr
gehört sie da zum Inventar.
Nach Eintritt der Rente, quasi als Oma,
war sie schwer krank und lag im Koma,
litt auch unter Gedächtnisverlust,
hat nicht mehr, wer sie ist, gewusst
Mit viel Fleiß und Energie
verlor sich auch die Amnesie,
gemeint ist der Gedächtnisschwund,
sie wurde wieder sehr gesund.
Tägliches Turnen hält sie fit,
sie geht noch mit sehr raschem Schritt,
und ist auch geistig voller Schwung,
macht alles mit Begeisterung.
Vom Rundfunk wurde sie befragt,
als Flüchtlingsrentner, hochbetagt,
wie sie denn ihr Leben lebe,
ob es was zu klagen gebe.
Der Schuss ging nach hinten los,
denn die Traudl, ganz famos,
sagte stolz, die Rente reicht
und somit sei das Leben leicht.
Auch der Urlaub sei okeh,
denn den macht sie mit AG
weil billiger und auch bequem,
das Leben sei ganz angenehm.
Und schließlich, mit der Betreuung von Kindern,
könne sie Vitaminmangel lindern,
denn Obst sei meist der Arbeitslohn,
das sei schon eine Tradition.
Das Interview ging ganz daneben,
denn die Traudl weiß zu leben,
geht jährlich mit der AG auf Reisen,
kann so ihre Lebenslust beweisen.
Als die Traudl vor einem Jahr
mit der AG in Griechenland war,
hat sie von Eingeborenem prompt
einen richtigen Heiratsantrag bekommt.
Sie findet auch Bad Hevis nett.
Da war sie (vor zwei Jahren) mit Elisabeth
und kennt da einen Förstersmann,
mit dem man Honig tauschen kann.
Er liefert Honig, sie das Glas,
so hat am Ende jeder was.
[Und Meinrad wusste ganz genau,
dass unter Aufsicht seine Frau.]
Frau Höß ist fit in allen Sparten,
hält in Ordnung ihren Garten,
sammelt für fremde Hühner Brot
und lindert manche Kleidungsnot.
Etwas möchte ich noch vermelden:
Sie fehlt beim Stammtisch äußerst selten,
sie bringt uns Kuchen jedes Mal -
und sie bäckt Plätzchen, ohne Zahl.
Für ein Vanillekipferl zwei Sekunden,
da kommt sie gut über die Runden
und sie bäckt davon tausend Stück
und darf sie nicht essen. Das ist unser Glück!
Zur Zeit kämpft sie mit ihrem Knie,
das tut nicht so recht und sie weiß nicht wie,
sie hält zwar eisern die Schmerzen aus,
doch ging sie am liebsten nicht aus dem Haus.
Mir bleibt, bei diesem schönen Feste,
zu wünschen vom Guten das Allerbeste
und auch, herzlich Dank zu sagen,
für das, was labte unseren Magen.
So komme ich hiermit auch zum Schluß
und wünsche Gesundheit von Kopf bis Fuß
und ende mit einer kleinen Bitte:
Komm noch recht oft in unsere Mitte!
Montag, 11. Februar 2002
Ein Alien vom andern Stern
Ich bin ein Alien vom andern Stern
und hab den Stammtisch hier so gern]
Ich will versuchen, mit ein paar Sätzen,
Euch in Laune zu versetzen.
Doch vorher sei mir unbenommen,
dass ich Euch heiß herzlich willkommen.
Willkommen also in froher Runde
in dieser schönen Abendstunde.
Ich freu mich, dass Ihr so zahlreich erschienen,
doch müsst Ihr Euch leider selbst bedienen,
vergebens sucht Ihr hier im Saal
jedes Bedienungspersonal.
Ich sage Euch auch gern den Grund:
Trimm Dich ist Mode – und auch gesund.
Außerdem ist Bedienung teuro,
nicht erst, seit es gibt den €uro!
Und Ihr musstet auch keinen Eintritt bezahlen,
das sollte lindern Eure Qualen.
Sollte sonst noch etwas sein,
was Euch verdrießt in wilder Pein,
so behalte es jeder still für sich:
Geteilter Ärger ist fürchterlich!
Doch sollt einer etwas zu loben finden,
so darf er dieses laut verkünden.
Nun wünsch ich Euch ein frohes Fest
und dass jeder es sich schmecken lässt,
was es gibt an Getränken und Speisen,
ich selbst muss leider gleich verreisen,
ich muss zu einem andern Stern.
denn auch dort feiert man den Fasching gern.
Seid also lustig und feiert schön -
bleibt lange da – ich muss jetzt geh’n.
und hab den Stammtisch hier so gern]
Ich will versuchen, mit ein paar Sätzen,
Euch in Laune zu versetzen.
Doch vorher sei mir unbenommen,
dass ich Euch heiß herzlich willkommen.
Willkommen also in froher Runde
in dieser schönen Abendstunde.
Ich freu mich, dass Ihr so zahlreich erschienen,
doch müsst Ihr Euch leider selbst bedienen,
vergebens sucht Ihr hier im Saal
jedes Bedienungspersonal.
Ich sage Euch auch gern den Grund:
Trimm Dich ist Mode – und auch gesund.
Außerdem ist Bedienung teuro,
nicht erst, seit es gibt den €uro!
Und Ihr musstet auch keinen Eintritt bezahlen,
das sollte lindern Eure Qualen.
Sollte sonst noch etwas sein,
was Euch verdrießt in wilder Pein,
so behalte es jeder still für sich:
Geteilter Ärger ist fürchterlich!
Doch sollt einer etwas zu loben finden,
so darf er dieses laut verkünden.
Nun wünsch ich Euch ein frohes Fest
und dass jeder es sich schmecken lässt,
was es gibt an Getränken und Speisen,
ich selbst muss leider gleich verreisen,
ich muss zu einem andern Stern.
denn auch dort feiert man den Fasching gern.
Seid also lustig und feiert schön -
bleibt lange da – ich muss jetzt geh’n.
Dienstag, 4. Dezember 2001
Abschied Bruder Armin Cieslik
Zum Abschied von Bruder Armin Cieslik am 4. Dezember 2001
Als Armin jünger war und noch streunte,
tat er alles für die „Freunde“,
besuchte hier, besuchte da
und war, wenn nötig, immer nah.
Er hatte ein Auto und das war schnell,
so war er immer sofort zu Stell’,
um zu schlichten ganz persönlich,
wurde es irgendwo außergewöhnlich.
Er wurde älter, es kamen Beschwerden,
wie es fast jedem geht auf Erden.
er konnte nicht mehr, wie er wollte
und wie er es eigentlich auch sollte.
Nun ja, das ist des Lebens Lauf,
irgendwann hört Vieles auf;
doch dient das auch der Landgewinnung:
man kommt wieder zur Besinnung.
So, wie ein Bauer, der vom Bübchen
das Leben durchackert bis zum Austragstübchen,
oder ein Beamter, der zum Lohn
eines Tages geht in Pension
und wie der Durchschnitt, der am Ende
schließlich gehen darf in Rente,
so kommt jeder auf’s Abstellgleis,
eh er gänzlich wird zum Greis.
Nun darf er sich daran gewöhnen,
dass er hold sein darf dem Schönen,
dass er, frei von allen Pflichten,
seinen Tag darf selber richten.
Nun muss er nicht mehr aufmarschieren,
er darf statt dessen geh’n spazieren.
Zwar gibt’s ein täglich Einerlei,
doch er ist Mensch und er ist frei.
Endlich braucht er nichts zu tun
und darf davon auch aus sich ruh’n,
nun darf er leben nach seiner Tugend
und dabei ein Vorbild sein für die Jugend.
Damit ihm dieses leichter fällt,
wenn ihm etwas was vergällt,
bekommt er Cognac aus der Destilla
und etwas Tabak „Black Vanilla“.
So wünsch, lieber Armin, ich Dir vor allem,
feire die Feste, wie sie fallen,
Freude und Frohsinn sei Dein Motto.
Das wünscht der Schlagenhaufer Otto.
Als Armin jünger war und noch streunte,
tat er alles für die „Freunde“,
besuchte hier, besuchte da
und war, wenn nötig, immer nah.
Er hatte ein Auto und das war schnell,
so war er immer sofort zu Stell’,
um zu schlichten ganz persönlich,
wurde es irgendwo außergewöhnlich.
Er wurde älter, es kamen Beschwerden,
wie es fast jedem geht auf Erden.
er konnte nicht mehr, wie er wollte
und wie er es eigentlich auch sollte.
Nun ja, das ist des Lebens Lauf,
irgendwann hört Vieles auf;
doch dient das auch der Landgewinnung:
man kommt wieder zur Besinnung.
So, wie ein Bauer, der vom Bübchen
das Leben durchackert bis zum Austragstübchen,
oder ein Beamter, der zum Lohn
eines Tages geht in Pension
und wie der Durchschnitt, der am Ende
schließlich gehen darf in Rente,
so kommt jeder auf’s Abstellgleis,
eh er gänzlich wird zum Greis.
Nun darf er sich daran gewöhnen,
dass er hold sein darf dem Schönen,
dass er, frei von allen Pflichten,
seinen Tag darf selber richten.
Nun muss er nicht mehr aufmarschieren,
er darf statt dessen geh’n spazieren.
Zwar gibt’s ein täglich Einerlei,
doch er ist Mensch und er ist frei.
Endlich braucht er nichts zu tun
und darf davon auch aus sich ruh’n,
nun darf er leben nach seiner Tugend
und dabei ein Vorbild sein für die Jugend.
Damit ihm dieses leichter fällt,
wenn ihm etwas was vergällt,
bekommt er Cognac aus der Destilla
und etwas Tabak „Black Vanilla“.
So wünsch, lieber Armin, ich Dir vor allem,
feire die Feste, wie sie fallen,
Freude und Frohsinn sei Dein Motto.
Das wünscht der Schlagenhaufer Otto.
Donnerstag, 19. Juli 2001
An unsere Freunde
An die Freunde
des Versands des Heftes
„An unsere Freunde“
Liebe Mitarbeiter / Innen!
Seit Wochen schon kreist all mein Sinnen
um die Frag’, wie ich’s bring bei,
dass ich fortan der Otto sei.
Zu der genauen Urteilsfindung
lief’re ich folgende Begründung:
Die Irmgard und die Annemarie,
die Traudl und die Annemie
sowie der Hans sind immerzu
seit langem schon zum Teil per „Du“.
Die Frau vom Hans natürlich auch
pflegt diesen altbewährten Brauch.
Ich fühle mich als Außenseiter
und fürcht’, ich werd es bleiben, leider,
wenn ich nicht tue diesen Schritt
in den Kreis von Eu’rer Mitt’.
Nun bitte ich Euch, nicht zu lachen,
sondern einfach mit zu machen.
Lasst uns künftig fröhlich duzen!
Das ist mein Ernst, ich will nicht uzen.
Ich seh’ es als Verbundenheit
und Stärkung uns’rer Einigkeit.
Otto Schlagenhaufer am 19. Juli 2001
des Versands des Heftes
„An unsere Freunde“
Liebe Mitarbeiter / Innen!
Seit Wochen schon kreist all mein Sinnen
um die Frag’, wie ich’s bring bei,
dass ich fortan der Otto sei.
Zu der genauen Urteilsfindung
lief’re ich folgende Begründung:
Die Irmgard und die Annemarie,
die Traudl und die Annemie
sowie der Hans sind immerzu
seit langem schon zum Teil per „Du“.
Die Frau vom Hans natürlich auch
pflegt diesen altbewährten Brauch.
Ich fühle mich als Außenseiter
und fürcht’, ich werd es bleiben, leider,
wenn ich nicht tue diesen Schritt
in den Kreis von Eu’rer Mitt’.
Nun bitte ich Euch, nicht zu lachen,
sondern einfach mit zu machen.
Lasst uns künftig fröhlich duzen!
Das ist mein Ernst, ich will nicht uzen.
Ich seh’ es als Verbundenheit
und Stärkung uns’rer Einigkeit.
Otto Schlagenhaufer am 19. Juli 2001
Mittwoch, 18. April 2001
Neues aus der Anstalt 2001
Patient zu werden ist nicht schwer...
Beim Arztbesuch stellt sich heraus:
Mensch, du musst ins Krankenhaus;
um nicht in Bälde zu erblassen,
musst du dich operieren lassen,
du musst dich lassen operieren,
um nicht bald schon zu krepieren!
So kommst du eines Tages an
mit U-Bahn oder Straßenbahn,
betrittst das Haus an falscher Stelle,
willst melden dich jetzt auf die Schnelle
und stehst am falschen Schalter Schlange.
Hier stehst du nun, ein bisschen lange
und erfährst dann ungefähr:
Hier ist „Not“, nicht „stationär“.
Nun suchst du auf den Hinweisschildern
nach Logos, Zeichen oder Bildern,
die auf den rechten Weg dich führen,
dich zu lassen registrieren.
Ein Mensch vom Pflegepersonal
erkennt dann deine innere Qual
und weist zu einem langen Gang,
weit über hundert Meter lang,
den musst du durch. An seinem Ende
wirst aufgenommen du behände.
Ein Apparat mit tausend Nummern,
die in seinem Innern schlummern,
spuckt dir dann eine Nummer aus.
Noch dreißig vor mir? Welch ein Graus!
Nun stehst du da und zählst Minuten,
die könnten sich doch wirklich sputen!
Fünf Kabinen mit fünf Damen,
die früh zum Dienst hierher schon kamen,
sollten wirklich fähig sein,
den Andrang hier zu halten klein.
Ein Gong ertönt, eine Nummer erscheint,
ach, ich bin noch nicht gemeint;
und überhaupt, es tut sich wenig,
der Patient ist hier nicht König!
Seitlich von den fünf Kabäuschen
gibt es Türen zu dem Häuschen
und ich merke voll Entsetzen,
dass drei aus diesen Türen hetzen.
Anscheinend ist grad Kaffeepause
und dieserhalb kein Mensch zu Hause.
Tatsächlich steht die Nummer still,
deren Änderung ich will.
Was soll’s, nach beinah einer Stunde
wurde ich – endlich – der nächste Kunde,
war registriert und aufgenommen,
hab ein Faltblättchen bekommen
und kurz darauf war ich auch schon
angekommen auf Station.
Die Schwester hier war riesig nett,
zeigte mir auch gleich mein Bett
und wies mich in Verschiednes ein,
was mir sollte dienlich sein.
Überhaupt! Das Personal
Ärzte, Schwestern ohne Zahl,
alle freundlich, menschlich, heiter,
liebenswert, warmherzig und so weiter...
Ich bin ganz des Lobes voll
und finde dieses richtig toll!
Doch nun etwas Anderes, was mich zwickt,
Eugen Roth [Arzt und Dichter] hat’s so ausgedrückt:
„Alkohol und Nikotin
rafft die halbe Menschheit hin,
doch ohne Schnaps und ohne Rauch
stirbt die andre Hälfte auch!“ [Zitat Ende]
Tatsache ist: Im Krankenhaus
schenkt man Alkohol nicht aus,
obwohl man weiß, zum Nieren spülen
sollte man ein Weißbier kühlen
und dieses dann genüsslich trinken -
so wird Gesundheit einem winken!
Der Verwaltungsapparat,
der das Verbot erlassen hat,
fürchtet wohl, dass schon ein Bier
den Patienten macht zum Tier;
oder glaubt mit voller Wucht,
ein Bier täglich sei schon Sucht!
Deshalb gibt’s nur Lewenbrei,
von Alkohol zur Gänze frei
und nur zu einem drittel Liter
für stolze vier Mark! Das ist bitter!
Hochgerechnet kost’t die Maß
zwölf Mark – und das ist kein Spaß,
denn auf dem Oktoberfest,
wo man’s manchmal krachen lässt,
kriegst du dafür echtes Bier,
also anders wohl, als hier!
Fazit: In Äskulaps Tempel
gibt es nur Plempel!
Jedoch, um im Bild zu bleiben,
möchte ich diesen Tempel beschreiben.
ich vernahm es sehr verwundert:
die Bettenzahl ist dreizehnhundert
und in dem Riesenareal
gibt’s mehr als fünftausend Personal.
Das ist beachtlich, will ich meinen,
das ist ja eine Stadt im Kleinen!
Und diese Kleinstadt wird verwaltet,
dabei wird auch manch Mist gestaltet,
der Ordnung zwar und Ruhe bringt,
den Patienten aber stinkt.
Natürlich stinkt auch kalter Rauch
und jeder Raucher weiß das auch.
Doch möcht’ an dieser Stell’ ich fauchen:
Nicht alles Übel kommt vom Rauchen!
Raucher sind Menschen zweiter Klasse,
sie füllen zwar dem Staat die Kasse
mit ca. fünf Milliarden jährlich,
doch leben sie hier höchst gefährlich!
Rauchverbot im ganzen Haus,
wer raucht, der muss ins Freie raus
und im Feuchten, Kalten stehen,
um dem Entzuge zu entgehen.
Wie leicht kann man sich da erkälten!
Ich glaube, das ist gar nicht selten.
Alternativ gibt’s nur die Kantine,
wo man, gequetscht wie eine Sardine,
in Ruhe eine rauchen kann.
Ein Warteraum ist gleich nebenan,
abgeteilt mit Holzpaneelen.
Doch die Aschenbecher fehlen!
Hier darf man nämlich auch nicht rauchen,
weil da gleich die Pförtner fauchen,
das Rauchen sei hier auch verboten.
Zwar qualmen sie selber und das nach Noten
in ihrer Loge ganz ungestört. -
Wo diese wohl dazu gehört?
Schluss damit! Es gibt noch mehr,
was mir aufgefallen sehr.
Beispielsweis’ das Telefon.
Das kriegst du für zwei fünfzig schon,
nicht pro Woche, sondern pro Tag.
„Ganz schön teuer“, so meine Klag’.
Noch teurer ist das Fernsehvergnügen,
das kannst du täglich für sechs Mark kriegen
und die Frage quält mich am meisten:
Welcher Kranke kann sich das leisten?
Vielleicht gäb’s Fernsehnutzer mehr,
wenn die Nutzung billiger wär’?
Damit man kommen kann an Geld,
wurde ein Geldautomat aufgestellt
und der ist von der Spardabank.
Sind deren Kunden alle krank?
Wurden andere Banken nicht gefragt?
Ich versteh es nicht! Gott sei’s geklagt!
Weil schließlich alles enden muss,
komme allmählich ich zum Schluss.
Reine Kritik ist primitiv,
sie sei ein wenig konstruktiv:
Änderungen sind kein Übel!
Schließlich ist man ja flexibel!
Soweit mir bekannt ist, gibt es schon
einen Aufenthaltsraum auf jeder Station
und es wäre ein Leichtes, zwei Stationen,
die im gleichen Hause wohnen,
sinngemäß so zu vereinen,
dass man rauchen darf im Einen.
Getränkeautomaten sind,
das weiß beinahe jedes Kind,
mit einer Kühlung stets versehen,
wenn sie aufgestellt wo stehen.
So könnte (Weiß-) Bier es da geben,
wo medizinisch spricht nichts gegen.
Kaffee gibt’s nach dem Mittagstisch,
heiß und aufgebrüht ganz frisch
und der Behälter gibt es zwei.
Reichlicher wären sicher drei.
Genug! Genug hab ich erzählt
von allem, was mich hat gequält
und ich komme nicht umhin,
nunmehr die Bilanz zu zieh’n:
Das „MRI“ – ich mach keine Witze -
ist medizinisch einsame Spitze
und genau so phänomenal
ist das Pflegepersonal.
Organisatorisch ist der Kasten veraltet
und auch die Denkweise, die ihn verwaltet,
doch könnte sich, bei gutem Willen,
so mancher Patientenwunsch erfüllen
und ich wünsch dem Verwaltungsapparat,
dass er – vielleicht – ein Einseh’n hat!
Dem Team der Station 6/2 des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München in Dankbarkeit gewidmet von
Otto Schlagenhaufer
Virgilstraße 17
81673 München, den 27. Nov. 2001
Nachrichtlich
an die Verwaltung des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München
Nach Einführung des €uro ergänzt:
Telefon 1,30 €/Tag = DM 2,54/Tag
Fernsehen 3,00 €/Tag = DM 5,87/Tag
Beim Arztbesuch stellt sich heraus:
Mensch, du musst ins Krankenhaus;
um nicht in Bälde zu erblassen,
musst du dich operieren lassen,
du musst dich lassen operieren,
um nicht bald schon zu krepieren!
So kommst du eines Tages an
mit U-Bahn oder Straßenbahn,
betrittst das Haus an falscher Stelle,
willst melden dich jetzt auf die Schnelle
und stehst am falschen Schalter Schlange.
Hier stehst du nun, ein bisschen lange
und erfährst dann ungefähr:
Hier ist „Not“, nicht „stationär“.
Nun suchst du auf den Hinweisschildern
nach Logos, Zeichen oder Bildern,
die auf den rechten Weg dich führen,
dich zu lassen registrieren.
Ein Mensch vom Pflegepersonal
erkennt dann deine innere Qual
und weist zu einem langen Gang,
weit über hundert Meter lang,
den musst du durch. An seinem Ende
wirst aufgenommen du behände.
Ein Apparat mit tausend Nummern,
die in seinem Innern schlummern,
spuckt dir dann eine Nummer aus.
Noch dreißig vor mir? Welch ein Graus!
Nun stehst du da und zählst Minuten,
die könnten sich doch wirklich sputen!
Fünf Kabinen mit fünf Damen,
die früh zum Dienst hierher schon kamen,
sollten wirklich fähig sein,
den Andrang hier zu halten klein.
Ein Gong ertönt, eine Nummer erscheint,
ach, ich bin noch nicht gemeint;
und überhaupt, es tut sich wenig,
der Patient ist hier nicht König!
Seitlich von den fünf Kabäuschen
gibt es Türen zu dem Häuschen
und ich merke voll Entsetzen,
dass drei aus diesen Türen hetzen.
Anscheinend ist grad Kaffeepause
und dieserhalb kein Mensch zu Hause.
Tatsächlich steht die Nummer still,
deren Änderung ich will.
Was soll’s, nach beinah einer Stunde
wurde ich – endlich – der nächste Kunde,
war registriert und aufgenommen,
hab ein Faltblättchen bekommen
und kurz darauf war ich auch schon
angekommen auf Station.
Die Schwester hier war riesig nett,
zeigte mir auch gleich mein Bett
und wies mich in Verschiednes ein,
was mir sollte dienlich sein.
Überhaupt! Das Personal
Ärzte, Schwestern ohne Zahl,
alle freundlich, menschlich, heiter,
liebenswert, warmherzig und so weiter...
Ich bin ganz des Lobes voll
und finde dieses richtig toll!
Doch nun etwas Anderes, was mich zwickt,
Eugen Roth [Arzt und Dichter] hat’s so ausgedrückt:
„Alkohol und Nikotin
rafft die halbe Menschheit hin,
doch ohne Schnaps und ohne Rauch
stirbt die andre Hälfte auch!“ [Zitat Ende]
Tatsache ist: Im Krankenhaus
schenkt man Alkohol nicht aus,
obwohl man weiß, zum Nieren spülen
sollte man ein Weißbier kühlen
und dieses dann genüsslich trinken -
so wird Gesundheit einem winken!
Der Verwaltungsapparat,
der das Verbot erlassen hat,
fürchtet wohl, dass schon ein Bier
den Patienten macht zum Tier;
oder glaubt mit voller Wucht,
ein Bier täglich sei schon Sucht!
Deshalb gibt’s nur Lewenbrei,
von Alkohol zur Gänze frei
und nur zu einem drittel Liter
für stolze vier Mark! Das ist bitter!
Hochgerechnet kost’t die Maß
zwölf Mark – und das ist kein Spaß,
denn auf dem Oktoberfest,
wo man’s manchmal krachen lässt,
kriegst du dafür echtes Bier,
also anders wohl, als hier!
Fazit: In Äskulaps Tempel
gibt es nur Plempel!
Jedoch, um im Bild zu bleiben,
möchte ich diesen Tempel beschreiben.
ich vernahm es sehr verwundert:
die Bettenzahl ist dreizehnhundert
und in dem Riesenareal
gibt’s mehr als fünftausend Personal.
Das ist beachtlich, will ich meinen,
das ist ja eine Stadt im Kleinen!
Und diese Kleinstadt wird verwaltet,
dabei wird auch manch Mist gestaltet,
der Ordnung zwar und Ruhe bringt,
den Patienten aber stinkt.
Natürlich stinkt auch kalter Rauch
und jeder Raucher weiß das auch.
Doch möcht’ an dieser Stell’ ich fauchen:
Nicht alles Übel kommt vom Rauchen!
Raucher sind Menschen zweiter Klasse,
sie füllen zwar dem Staat die Kasse
mit ca. fünf Milliarden jährlich,
doch leben sie hier höchst gefährlich!
Rauchverbot im ganzen Haus,
wer raucht, der muss ins Freie raus
und im Feuchten, Kalten stehen,
um dem Entzuge zu entgehen.
Wie leicht kann man sich da erkälten!
Ich glaube, das ist gar nicht selten.
Alternativ gibt’s nur die Kantine,
wo man, gequetscht wie eine Sardine,
in Ruhe eine rauchen kann.
Ein Warteraum ist gleich nebenan,
abgeteilt mit Holzpaneelen.
Doch die Aschenbecher fehlen!
Hier darf man nämlich auch nicht rauchen,
weil da gleich die Pförtner fauchen,
das Rauchen sei hier auch verboten.
Zwar qualmen sie selber und das nach Noten
in ihrer Loge ganz ungestört. -
Wo diese wohl dazu gehört?
Schluss damit! Es gibt noch mehr,
was mir aufgefallen sehr.
Beispielsweis’ das Telefon.
Das kriegst du für zwei fünfzig schon,
nicht pro Woche, sondern pro Tag.
„Ganz schön teuer“, so meine Klag’.
Noch teurer ist das Fernsehvergnügen,
das kannst du täglich für sechs Mark kriegen
und die Frage quält mich am meisten:
Welcher Kranke kann sich das leisten?
Vielleicht gäb’s Fernsehnutzer mehr,
wenn die Nutzung billiger wär’?
Damit man kommen kann an Geld,
wurde ein Geldautomat aufgestellt
und der ist von der Spardabank.
Sind deren Kunden alle krank?
Wurden andere Banken nicht gefragt?
Ich versteh es nicht! Gott sei’s geklagt!
Weil schließlich alles enden muss,
komme allmählich ich zum Schluss.
Reine Kritik ist primitiv,
sie sei ein wenig konstruktiv:
Änderungen sind kein Übel!
Schließlich ist man ja flexibel!
Soweit mir bekannt ist, gibt es schon
einen Aufenthaltsraum auf jeder Station
und es wäre ein Leichtes, zwei Stationen,
die im gleichen Hause wohnen,
sinngemäß so zu vereinen,
dass man rauchen darf im Einen.
Getränkeautomaten sind,
das weiß beinahe jedes Kind,
mit einer Kühlung stets versehen,
wenn sie aufgestellt wo stehen.
So könnte (Weiß-) Bier es da geben,
wo medizinisch spricht nichts gegen.
Kaffee gibt’s nach dem Mittagstisch,
heiß und aufgebrüht ganz frisch
und der Behälter gibt es zwei.
Reichlicher wären sicher drei.
Genug! Genug hab ich erzählt
von allem, was mich hat gequält
und ich komme nicht umhin,
nunmehr die Bilanz zu zieh’n:
Das „MRI“ – ich mach keine Witze -
ist medizinisch einsame Spitze
und genau so phänomenal
ist das Pflegepersonal.
Organisatorisch ist der Kasten veraltet
und auch die Denkweise, die ihn verwaltet,
doch könnte sich, bei gutem Willen,
so mancher Patientenwunsch erfüllen
und ich wünsch dem Verwaltungsapparat,
dass er – vielleicht – ein Einseh’n hat!
Dem Team der Station 6/2 des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München in Dankbarkeit gewidmet von
Otto Schlagenhaufer
Virgilstraße 17
81673 München, den 27. Nov. 2001
Nachrichtlich
an die Verwaltung des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München
Nach Einführung des €uro ergänzt:
Telefon 1,30 €/Tag = DM 2,54/Tag
Fernsehen 3,00 €/Tag = DM 5,87/Tag
Samstag, 27. Januar 2001
GPS Aschau 2001 - Abschied Theo Sturm
Lieber Theo, liebe Vorstände, liebe Gäste!
Ich bin gekommen zu diesem Feste,
weil man es mir aufgetragen,
ein paar Verserl aufzusagen.
Also hab ich recherchiert,
was denn so geboten wird
an Anekdoten oder Fakten,
was steht denn so in Theo's Akten?
Am elften Mai ist er geboren,
hat dazu Rötz sich auserkoren.
Das war im achtunddreiß'ger Jahr,
als (fast) noch alles friedlich war.
Erst meinte ich, ganz ohne Zweifel
liegt Rötz nicht weit hinter Pfui Teifel
dann jedoch fand ich den Nam‘
etwas oberhalb von Cham.
Das ist genau da, wo man bellt,
wenn wer von Freibier was erzählt
und nach einem frohen “Ou”
folgt die Frage: “Wou, wou, wou?”
Er ging in die Schule an diesem Ort;
sein Lieblingsfach war wohl der Sport,
denn in den Leibesübungen
hat man “sehr gut” ihm aufgezwungen.
Nach dreijähriger Kürschnerlehre
versuchte er bei der Bahn Karriere.
Danach trug er das Bundeskleid,
wurde 12 Jahre Soldat auf Zeit.
Inzwischen hat er auch studiert,
damit es einmal besser wird,
wenn er dem Barras sagt “Ade!”
und etwas wird bei “Ka A Be”.
Er ist, so habe ich gelesen,
auch einmal Klassensprecher gewesen
und er verließ die Barraswelt
mit dem Dienstgrad “Oberfeld”.
Nach dem Verlesen aller Fakten,
die ich gefunden in den Akten,
folgt die Frage, was geboten
ist an hübschen Anekdoten.
Was ich gefunden an Geschichten,
möchte ich jetzt hier berichten
und ich ende jeden Bericht
mit den Worten: “Noch’n Gedicht!”
Noch’n Gedicht!
Dem Rektor Berchtold tat er beweisen,
daß man den Pferden abnehme die Eisen,
wenn sie durch tiefes Wasser müssen,
weil sie nicht zu schwimmen wissen,
denn mit dem hohen Eisengewicht
vermögen sie zu schwimmen nicht.
Noch’n Gedicht.
Mit einem Mokka nach dem Essen
könne man Leibschmerzen vergessen;
ein Mokka diene der Erbauung
sei auch vorzüglich zur Verdauung.
Da keine Mokkamaschine vorhanden,
ist die Beschaffung angestanden
und nach langem hin und her,
hick und hack und kreuz und quer,
hat Theo bei Ägidius erreicht,
daß sich dessen Herz erweicht.
Drei Wochen ging es blitzeblank.
Seither steht die Maschin‘ im Schrank.
Noch’n Gedicht.
Theo war Überzeugungstäter
und wirkte gern als Sanitäter,
massierte alle, die mit Wehwehchen kamen
und dabei besonders bevorzugt die Damen.
Nach jeder Massage frug er schnell:
“Jetz is der Schmerz weg, gell?!?!”
Es wagte keiner, zu verneinen
könnt‘ er auch vor Schmerzen weinen.
Noch’n Gedicht.
Irgendwer sollte ihm lohnen
seine vielen Aktionen,
in denen er sich unbeirrt
einsetzt, daß was besser wird.
Ich denke an die Polenkinder,
Erholung, Sommer oder Winter,
oder auch den Sonnenofen
für Philosophen und Kammerzofen.
Noch’n Gedicht.
Es folgt eine G’schicht‘, die ist zum Grausen.
Es war siemundsiebzig in Burghausen,
wo Theo mit Ägidius
sich ein Zimmer teilen muß.
Der Theo liegt und schläft schon bald,
zersägt mit Schnarchen einen Wald,
Ägidius aber wälzt sich rum,
als hätte er ein Publikum.
So gegen zwei, noch lang nicht Tag,
bekommt er einen harten Schlag
mit solcher Kraft in seinen Rücken,
daß er darob, nicht vor Entzücken,
aus seinem Bette fliegt mit Schwung,
als wäre es Begeisterung.
So etwas macht natürlich Lärm,
das schlug dem Theo auf die Därm,
daß er verwundert fragte das:
“Ägidius – is was?”
Noch’n Gedicht.
Familienbewegung ist die Kab,
sie hält sehr viele Leut in Trab,
nicht so den Theo, denn der Tropf
spielt leidenschaftlich gern Schafkopf.
Beim gemeinsamen Urlaub der Sekretäre
wurden die Frauen fast zur Megäre,
weil die Männer (schier unerträglich)
vier Stunden Schafkopf spielten täglich.
Noch’n Gedicht.
Ausflug der Hauptamtlichen mit Vorstand,
Ziel natürlich das Frankenland.
Ausgiebigste Probe edelster Säfte
verleiht Sekretären wahnsinnige Kräfte,
so daß sie beschließen, einmal im Leben,
gemeinsam den Dorf-Maibaum auszuheben.
Noch’n Gedicht.
Der Theo steckt voller Ideen.
Vor einiger Zeit schon hab ich gesehen,
daß man in Fläschchen, zierlich klein,
eine Williamsbirne füllt ein
und nennt den Inhalt ziemlich dreist
mit einem Wort nur: “KAB-Geist”.
Es ist der Theo rings im Land
der beste Verkäufer im Verband.
Noch’n Gedicht.
Hiermit hat sich’s ausgedichtet,
ich hab genug von Theo berichtet,
ihr alle kennt und mögt ihn sehr,
die Ihr stets kommt nach Aschau her.
So bleibt mir nur noch das kleine Stück,
dir Theo, zu wünsschen Gesundheit und Glück,
des lieben Gottes reichen Segen
auf allen Deinen weiteren Wegen,
Zufriedenheit und ein wenig Zaster
für die Befriedung Deiner Laster,
bleib, wie du bist, so ist’s grad recht.
Das ist’s, was ich dir sagen möcht‘!
Ich bin gekommen zu diesem Feste,
weil man es mir aufgetragen,
ein paar Verserl aufzusagen.
Also hab ich recherchiert,
was denn so geboten wird
an Anekdoten oder Fakten,
was steht denn so in Theo's Akten?
Am elften Mai ist er geboren,
hat dazu Rötz sich auserkoren.
Das war im achtunddreiß'ger Jahr,
als (fast) noch alles friedlich war.
Erst meinte ich, ganz ohne Zweifel
liegt Rötz nicht weit hinter Pfui Teifel
dann jedoch fand ich den Nam‘
etwas oberhalb von Cham.
Das ist genau da, wo man bellt,
wenn wer von Freibier was erzählt
und nach einem frohen “Ou”
folgt die Frage: “Wou, wou, wou?”
Er ging in die Schule an diesem Ort;
sein Lieblingsfach war wohl der Sport,
denn in den Leibesübungen
hat man “sehr gut” ihm aufgezwungen.
Nach dreijähriger Kürschnerlehre
versuchte er bei der Bahn Karriere.
Danach trug er das Bundeskleid,
wurde 12 Jahre Soldat auf Zeit.
Inzwischen hat er auch studiert,
damit es einmal besser wird,
wenn er dem Barras sagt “Ade!”
und etwas wird bei “Ka A Be”.
Er ist, so habe ich gelesen,
auch einmal Klassensprecher gewesen
und er verließ die Barraswelt
mit dem Dienstgrad “Oberfeld”.
Nach dem Verlesen aller Fakten,
die ich gefunden in den Akten,
folgt die Frage, was geboten
ist an hübschen Anekdoten.
Was ich gefunden an Geschichten,
möchte ich jetzt hier berichten
und ich ende jeden Bericht
mit den Worten: “Noch’n Gedicht!”
Noch’n Gedicht!
Dem Rektor Berchtold tat er beweisen,
daß man den Pferden abnehme die Eisen,
wenn sie durch tiefes Wasser müssen,
weil sie nicht zu schwimmen wissen,
denn mit dem hohen Eisengewicht
vermögen sie zu schwimmen nicht.
Noch’n Gedicht.
Mit einem Mokka nach dem Essen
könne man Leibschmerzen vergessen;
ein Mokka diene der Erbauung
sei auch vorzüglich zur Verdauung.
Da keine Mokkamaschine vorhanden,
ist die Beschaffung angestanden
und nach langem hin und her,
hick und hack und kreuz und quer,
hat Theo bei Ägidius erreicht,
daß sich dessen Herz erweicht.
Drei Wochen ging es blitzeblank.
Seither steht die Maschin‘ im Schrank.
Noch’n Gedicht.
Theo war Überzeugungstäter
und wirkte gern als Sanitäter,
massierte alle, die mit Wehwehchen kamen
und dabei besonders bevorzugt die Damen.
Nach jeder Massage frug er schnell:
“Jetz is der Schmerz weg, gell?!?!”
Es wagte keiner, zu verneinen
könnt‘ er auch vor Schmerzen weinen.
Noch’n Gedicht.
Irgendwer sollte ihm lohnen
seine vielen Aktionen,
in denen er sich unbeirrt
einsetzt, daß was besser wird.
Ich denke an die Polenkinder,
Erholung, Sommer oder Winter,
oder auch den Sonnenofen
für Philosophen und Kammerzofen.
Noch’n Gedicht.
Es folgt eine G’schicht‘, die ist zum Grausen.
Es war siemundsiebzig in Burghausen,
wo Theo mit Ägidius
sich ein Zimmer teilen muß.
Der Theo liegt und schläft schon bald,
zersägt mit Schnarchen einen Wald,
Ägidius aber wälzt sich rum,
als hätte er ein Publikum.
So gegen zwei, noch lang nicht Tag,
bekommt er einen harten Schlag
mit solcher Kraft in seinen Rücken,
daß er darob, nicht vor Entzücken,
aus seinem Bette fliegt mit Schwung,
als wäre es Begeisterung.
So etwas macht natürlich Lärm,
das schlug dem Theo auf die Därm,
daß er verwundert fragte das:
“Ägidius – is was?”
Noch’n Gedicht.
Familienbewegung ist die Kab,
sie hält sehr viele Leut in Trab,
nicht so den Theo, denn der Tropf
spielt leidenschaftlich gern Schafkopf.
Beim gemeinsamen Urlaub der Sekretäre
wurden die Frauen fast zur Megäre,
weil die Männer (schier unerträglich)
vier Stunden Schafkopf spielten täglich.
Noch’n Gedicht.
Ausflug der Hauptamtlichen mit Vorstand,
Ziel natürlich das Frankenland.
Ausgiebigste Probe edelster Säfte
verleiht Sekretären wahnsinnige Kräfte,
so daß sie beschließen, einmal im Leben,
gemeinsam den Dorf-Maibaum auszuheben.
Noch’n Gedicht.
Der Theo steckt voller Ideen.
Vor einiger Zeit schon hab ich gesehen,
daß man in Fläschchen, zierlich klein,
eine Williamsbirne füllt ein
und nennt den Inhalt ziemlich dreist
mit einem Wort nur: “KAB-Geist”.
Es ist der Theo rings im Land
der beste Verkäufer im Verband.
Noch’n Gedicht.
Hiermit hat sich’s ausgedichtet,
ich hab genug von Theo berichtet,
ihr alle kennt und mögt ihn sehr,
die Ihr stets kommt nach Aschau her.
So bleibt mir nur noch das kleine Stück,
dir Theo, zu wünsschen Gesundheit und Glück,
des lieben Gottes reichen Segen
auf allen Deinen weiteren Wegen,
Zufriedenheit und ein wenig Zaster
für die Befriedung Deiner Laster,
bleib, wie du bist, so ist’s grad recht.
Das ist’s, was ich dir sagen möcht‘!
Samstag, 22. Januar 2000
GPS Aschau 2000
„Wir haben Ideen, wir haben Zukunft!“
Als der, der jährlich das glossiert,
was sich in Aschau tut und rührt,
steh ich auch heuer wieder hier,
zu bringen Euch „un peu plaisir“!
Früher gab es jedes Jahr
ein gesellschaftspolitisches Seminar;
jetzt heißt es „kreatives Wochenende“,
vom Ende der Anfang wird es behende.
Die Tische gab es im Vorjahr schon nicht,
das ist – mit Verlaub – eine dumme Geschicht‘,
denn, willst du auf dem Boden schreiben,
mußt du auf diesem auch sitzen bleiben.
Von Seminar kann also keine Rede sein,
aber mir fällt eine Lösung ein,
die leg ich der neuen Bezeichnung zugrunde:
„Diözesane Bastelstunde“.
Mein Lieber! Mit Bögen DIN A Null
und Kreiden und Stiften ganz wonderfull,
mit Leim und mit Blättern, gänzlich bunten,
mußt du deinen Standpunkt bekunden.
Da wird dann in Gruppen diskutiert,
wo dieser Begriff wohl einsortiert wird
und dann ist‘s die Farbe, die entscheidet,
worunter dieses Problem eben leidet.
Als gestern das Wochenend‘ tat starten,
war mein erster Gedanke „Kindergarten“.
Inzwischen hab ich mitbekommen:
Wir haben die Managementstufe erklommen.
Da hört man von Marketing und „Kick“ –
ganz tief in mir - da macht es klick
und ich merke emotional:
Jetzt sind wir multinational.
Allein die Referenten – zwei Stück! –
sind aus der Nachbarrepublik
gekommen, uns charmant zu lehren
die KAB-Mitlieder zu mehren.
Sie wußten auch schon den Tip für morgen:
Was nichts mehr taugt, muß man entsorgen
und das, was gut, an allen Enden
initiativ verwenden.
Was bei mir bleibt, das ist die Frage,
ob ich am Ende meiner Tage
erleben werde neues Feuer,
daß die Kab sich runderneuer.
So wünsch ich Euch, fahrt Ihr morgen nach Haus,
nur dieses: Bitte, macht was draus!
Anmerkung:
KAB gesprochen Ka A Be
Kab gesprochen Kab
Nachtrag:
Nirgends wird so viel gelogen
wie beim Ausfüllen von Fragebogen!
Verfaßt und vorgetragen von Otto Schlagenhaufer
am 22. Januar 2000.
Als der, der jährlich das glossiert,
was sich in Aschau tut und rührt,
steh ich auch heuer wieder hier,
zu bringen Euch „un peu plaisir“!
Früher gab es jedes Jahr
ein gesellschaftspolitisches Seminar;
jetzt heißt es „kreatives Wochenende“,
vom Ende der Anfang wird es behende.
Die Tische gab es im Vorjahr schon nicht,
das ist – mit Verlaub – eine dumme Geschicht‘,
denn, willst du auf dem Boden schreiben,
mußt du auf diesem auch sitzen bleiben.
Von Seminar kann also keine Rede sein,
aber mir fällt eine Lösung ein,
die leg ich der neuen Bezeichnung zugrunde:
„Diözesane Bastelstunde“.
Mein Lieber! Mit Bögen DIN A Null
und Kreiden und Stiften ganz wonderfull,
mit Leim und mit Blättern, gänzlich bunten,
mußt du deinen Standpunkt bekunden.
Da wird dann in Gruppen diskutiert,
wo dieser Begriff wohl einsortiert wird
und dann ist‘s die Farbe, die entscheidet,
worunter dieses Problem eben leidet.
Als gestern das Wochenend‘ tat starten,
war mein erster Gedanke „Kindergarten“.
Inzwischen hab ich mitbekommen:
Wir haben die Managementstufe erklommen.
Da hört man von Marketing und „Kick“ –
ganz tief in mir - da macht es klick
und ich merke emotional:
Jetzt sind wir multinational.
Allein die Referenten – zwei Stück! –
sind aus der Nachbarrepublik
gekommen, uns charmant zu lehren
die KAB-Mitlieder zu mehren.
Sie wußten auch schon den Tip für morgen:
Was nichts mehr taugt, muß man entsorgen
und das, was gut, an allen Enden
initiativ verwenden.
Was bei mir bleibt, das ist die Frage,
ob ich am Ende meiner Tage
erleben werde neues Feuer,
daß die Kab sich runderneuer.
So wünsch ich Euch, fahrt Ihr morgen nach Haus,
nur dieses: Bitte, macht was draus!
Anmerkung:
KAB gesprochen Ka A Be
Kab gesprochen Kab
Nachtrag:
Nirgends wird so viel gelogen
wie beim Ausfüllen von Fragebogen!
Verfaßt und vorgetragen von Otto Schlagenhaufer
am 22. Januar 2000.
Samstag, 31. Januar 1998
GPS Aschau 1998
Jetzt reicht´s!
Ich war in den vergang´nen Jahren
schon öfter hier bei Seminaren
und es war immer ein Genuß,
gab es auch manches Mal Verdruß.
Gestern Abend nach dem Essen
sind wir in dem Saal gesessen,
saßen da in Reih´ und Glied,
abwartend, was man uns beschied.
Nun, zuerst, in bunten Bildern.
Tat man den Diözesantag schildern,
zeigte Wetter, Stamm und Mies –
unterhaltsam fand ich dies!
Ein Quiz schloß sich den Dias an
und wußte man´s, bekam man dann
einen Nivea-Klecks ins Gesicht.
Tisch und Stühle gab es nicht.
Erst als das Quiz hatte geendet,
als man den Siegern Applaus gespendet,
da gab´s nach einigem Gewühle
wieder Tische und auch Stühle.
Den Rest übergeh´ ich, denn die Nacht
hat alle wieder munter gemacht
und nach dem Frühstück, in aller Frische,
gab es schon wieder keine Tische.
Als man hereintrat durch die Tür,
kriegte man ein buntes Papier
und war damit ohn´ jede Hast
gleichsam gruppenmäßig erfaßt.
Dann saß man in konzentrischen Kreisen,
wohl, um Einigkeit zu beweisen.
An eine Manege hatt´ ich gedacht,
aber darüber hat niemand gelacht.
Zu Jeremia sagte Gott:
„Kauf einen Acker in Anatot!“
So steht´s bei Jeremia 32.
Mensch, was war ich heut´ schon fleißig!
Es folgte der Einstieg in die Gruppen
und es tat sich rasch entpuppen,
auch hierbei gibt es keinen Tisch,
ob du müd´ bist oder frisch.
Wir taten nach Begriffen Suchen:
Friede, Freude, Eierkuchen,
Gesundheit, Frohsinn, Arbeitsplatz,
Zufriedenheit und – Grundumsatz.
Der Vormittag schloß mit dem Essen.
Die Mittagspause kannst vergessen.
Spazieren, schlafen, beides macht frisch.
Ich fand zum Schreiben – endlich – einen Tisch!
Was folgte, entnahm dem Programm ich schon:
Vorbereitung von Präsentation.
Der Nachmittag ist schon gelaufen.
Ich freu´ mich auf Abend.
Da gibt´s was zu trinken!
Aber!
Nun saßen wir in kleiner Runde
etwas über eine Stunde,
zerbrachen uns die Köpfe schier
und alles ganz trocken, ganz ohne Bier.
Wir sprachen viel über Soziales
und, daß das hat schon etwas Fatales,
daß unser einst enges und starkes Netz
so völlig weit und zerschlissen ist jetz.
War waren der Meinung, wir sollten es schützen,
sollten dem Allgemeinwohl nützen,
indem wir uns ums Netze scharen,
um es zu schützen und zu wahren.
Es hat eine Vielzahl von Reformen
gesprengt schon alle Wohlstandsnormen,
Gesundheit, Arbeit, Rente in Gefahr –
nichts ist mehr, wie es einstens war!
Zu all dem kommt vom Vatikan,
daß ein Laie nicht mehr predigen kann,
man diskutiert auch über den Schein
und über die höhern und niederen Weih´n.
Jetzt reicht´s! Wir sind die KAB!
Wir sorgen uns ums Wohl und Weh
unsrer Brüder rings im Land.
Deshalb reichen wir uns die Hand
feierlich in dieser Stunde
um zu schließen uns zum Bunde:
Es reicht! Ob mit – ob ohne Türken:
KAB = Kann Alles Bewirken!
Ich war in den vergang´nen Jahren
schon öfter hier bei Seminaren
und es war immer ein Genuß,
gab es auch manches Mal Verdruß.
Gestern Abend nach dem Essen
sind wir in dem Saal gesessen,
saßen da in Reih´ und Glied,
abwartend, was man uns beschied.
Nun, zuerst, in bunten Bildern.
Tat man den Diözesantag schildern,
zeigte Wetter, Stamm und Mies –
unterhaltsam fand ich dies!
Ein Quiz schloß sich den Dias an
und wußte man´s, bekam man dann
einen Nivea-Klecks ins Gesicht.
Tisch und Stühle gab es nicht.
Erst als das Quiz hatte geendet,
als man den Siegern Applaus gespendet,
da gab´s nach einigem Gewühle
wieder Tische und auch Stühle.
Den Rest übergeh´ ich, denn die Nacht
hat alle wieder munter gemacht
und nach dem Frühstück, in aller Frische,
gab es schon wieder keine Tische.
Als man hereintrat durch die Tür,
kriegte man ein buntes Papier
und war damit ohn´ jede Hast
gleichsam gruppenmäßig erfaßt.
Dann saß man in konzentrischen Kreisen,
wohl, um Einigkeit zu beweisen.
An eine Manege hatt´ ich gedacht,
aber darüber hat niemand gelacht.
Zu Jeremia sagte Gott:
„Kauf einen Acker in Anatot!“
So steht´s bei Jeremia 32.
Mensch, was war ich heut´ schon fleißig!
Es folgte der Einstieg in die Gruppen
und es tat sich rasch entpuppen,
auch hierbei gibt es keinen Tisch,
ob du müd´ bist oder frisch.
Wir taten nach Begriffen Suchen:
Friede, Freude, Eierkuchen,
Gesundheit, Frohsinn, Arbeitsplatz,
Zufriedenheit und – Grundumsatz.
Der Vormittag schloß mit dem Essen.
Die Mittagspause kannst vergessen.
Spazieren, schlafen, beides macht frisch.
Ich fand zum Schreiben – endlich – einen Tisch!
Was folgte, entnahm dem Programm ich schon:
Vorbereitung von Präsentation.
Der Nachmittag ist schon gelaufen.
Ich freu´ mich auf Abend.
Da gibt´s was zu trinken!
Aber!
Nun saßen wir in kleiner Runde
etwas über eine Stunde,
zerbrachen uns die Köpfe schier
und alles ganz trocken, ganz ohne Bier.
Wir sprachen viel über Soziales
und, daß das hat schon etwas Fatales,
daß unser einst enges und starkes Netz
so völlig weit und zerschlissen ist jetz.
War waren der Meinung, wir sollten es schützen,
sollten dem Allgemeinwohl nützen,
indem wir uns ums Netze scharen,
um es zu schützen und zu wahren.
Es hat eine Vielzahl von Reformen
gesprengt schon alle Wohlstandsnormen,
Gesundheit, Arbeit, Rente in Gefahr –
nichts ist mehr, wie es einstens war!
Zu all dem kommt vom Vatikan,
daß ein Laie nicht mehr predigen kann,
man diskutiert auch über den Schein
und über die höhern und niederen Weih´n.
Jetzt reicht´s! Wir sind die KAB!
Wir sorgen uns ums Wohl und Weh
unsrer Brüder rings im Land.
Deshalb reichen wir uns die Hand
feierlich in dieser Stunde
um zu schließen uns zum Bunde:
Es reicht! Ob mit – ob ohne Türken:
KAB = Kann Alles Bewirken!
Samstag, 28. Januar 1995
GPS Aschau 1995
Ich habe hier bei Seminaren
schon manches Mal viel Leid erfahren
und habe hier oft, ganz bewußt,
Luft gelassen meinem Frust.
Gar oft schon tat ich schrecklich fauchen
über´n Ablauf, über´s Rauchen.
Oft auch hab ich schon vorgetragen,
womit wir uns herumgeschlagen
thematisch über einen Tag.
Das war nicht selten eine Plag!
Gar mancher Freitag fand kein Ende,
ob Rerum Novarum oder Rente
und manches Mal tauchte ich weg
bei Vorträgen von Pater Beck.
Wer freitags her nach Aschau fährt
und abends nur Gerede hört,
der wird, nach einer Woche schaffen,
zwangsläufig ziemlich rasch erschlaffen.
Seit gestern weiß ich sehr konkret,
daß es auch ganz anders geht!
Gestern gab es Kabarett
und das Programm war nicht nur nett,
es stimmte ein uns - ohne Frage -
auf die Thematik dieser Tage.
Dargebracht von vier Gewächsen,
die sich nennen „Die Stichelhexen“,
wurden Denkanstöße geboten
in Mimik, Gestik und nach Noten.
Besser kann man es nicht machen,
die beste Erholung ist das Lachen!
Danke den Planern des Seminars
und Ihnen für´s Zuhör´n! Viel Spaß noch - das war´s!
schon manches Mal viel Leid erfahren
und habe hier oft, ganz bewußt,
Luft gelassen meinem Frust.
Gar oft schon tat ich schrecklich fauchen
über´n Ablauf, über´s Rauchen.
Oft auch hab ich schon vorgetragen,
womit wir uns herumgeschlagen
thematisch über einen Tag.
Das war nicht selten eine Plag!
Gar mancher Freitag fand kein Ende,
ob Rerum Novarum oder Rente
und manches Mal tauchte ich weg
bei Vorträgen von Pater Beck.
Wer freitags her nach Aschau fährt
und abends nur Gerede hört,
der wird, nach einer Woche schaffen,
zwangsläufig ziemlich rasch erschlaffen.
Seit gestern weiß ich sehr konkret,
daß es auch ganz anders geht!
Gestern gab es Kabarett
und das Programm war nicht nur nett,
es stimmte ein uns - ohne Frage -
auf die Thematik dieser Tage.
Dargebracht von vier Gewächsen,
die sich nennen „Die Stichelhexen“,
wurden Denkanstöße geboten
in Mimik, Gestik und nach Noten.
Besser kann man es nicht machen,
die beste Erholung ist das Lachen!
Danke den Planern des Seminars
und Ihnen für´s Zuhör´n! Viel Spaß noch - das war´s!
Sonntag, 30. Januar 1994
GPS Aschau 1994
GESALLSCHAFTSPOLITISCHES SEMINAR IN ASCHAU VOM 28. - 30. JANUAR 1994
ZUM SCHWERPUNKTTHEMA DES DIÖZESANVERBANDES DER ERZDIÖZESE MÜNCHEN UND FREISING DER
KATH. ARBEITNEHMER-BEWEGUNG
„AUF DEM WEG ZUR ZWEIDRITTELGESELLSCHAFT DIE NEUE ARMUT“
Wie schon all die Jahre zuvor
bitt´ ich Sie, leihen´s mir Ihr Ohr.
Ich möchte nämlich die Thesen,
die im Laufe des Tages gewesen,
gesellschaftspolemisch verwandeln
und leicht humoristisch behandeln.
Es wurde heut´ sehr viel gesprochen -
und das hatte ich schon vorher gerochen,
weil´s in aller Munde jetz´ -
vom sogenannten sozialen Netz.
Ein Netz besteht - wie allbekannt -
aus Löchern, die von allerhand
Fäden sind voneinander getrennt -
wie Strickwerk, wo man es Maschen nennt.
Tatsache ist, in den letzten zwölf Jahren,
seit Schwarz und Gold am Ruder waren,
hat sich die Elastizität
des Netzes kolossal erhöht.
Ein Gumminetz dehnt sich weit mehr,
als ein´s aus Stahl wohl gäbe her,
es dehnt sich umso weiter aus,
je mehr man frachtet in sein Haus.
Und desto größer werd´n die Löcher,
durch die dann fallen noch und nöcher.
Jetzt kann man sagen, daß es reicht:
Das ehern´ Netz ist aufgeweicht!
Ein Weit´res möcht´ich noch besprechen:
Wir alle müssen kräftig blechen,
fahr´n wir für Öl oder Benzin
zu irgendeiner Tankstell´ hin.
Und bei Vielem auf der Welt
kriegt man für das gleiche Geld
nur noch drei Quartel in sein Glas,
wo´s vorher war ´ne ganze Maß.
Unsere Bosse in Wirtschaft und Staat,
von denen es - ach, so viele(!) - hat,
die haben verdient sich einen Orden:
Wir sind zur Dreiquartelgesellschaft geworden!
Beitrag zum bunten Abend des Gesellschaftspoli-tischen Seminars am 30. Januar 1994 in Aschau
ZUM SCHWERPUNKTTHEMA DES DIÖZESANVERBANDES DER ERZDIÖZESE MÜNCHEN UND FREISING DER
KATH. ARBEITNEHMER-BEWEGUNG
„AUF DEM WEG ZUR ZWEIDRITTELGESELLSCHAFT DIE NEUE ARMUT“
Wie schon all die Jahre zuvor
bitt´ ich Sie, leihen´s mir Ihr Ohr.
Ich möchte nämlich die Thesen,
die im Laufe des Tages gewesen,
gesellschaftspolemisch verwandeln
und leicht humoristisch behandeln.
Es wurde heut´ sehr viel gesprochen -
und das hatte ich schon vorher gerochen,
weil´s in aller Munde jetz´ -
vom sogenannten sozialen Netz.
Ein Netz besteht - wie allbekannt -
aus Löchern, die von allerhand
Fäden sind voneinander getrennt -
wie Strickwerk, wo man es Maschen nennt.
Tatsache ist, in den letzten zwölf Jahren,
seit Schwarz und Gold am Ruder waren,
hat sich die Elastizität
des Netzes kolossal erhöht.
Ein Gumminetz dehnt sich weit mehr,
als ein´s aus Stahl wohl gäbe her,
es dehnt sich umso weiter aus,
je mehr man frachtet in sein Haus.
Und desto größer werd´n die Löcher,
durch die dann fallen noch und nöcher.
Jetzt kann man sagen, daß es reicht:
Das ehern´ Netz ist aufgeweicht!
Ein Weit´res möcht´ich noch besprechen:
Wir alle müssen kräftig blechen,
fahr´n wir für Öl oder Benzin
zu irgendeiner Tankstell´ hin.
Und bei Vielem auf der Welt
kriegt man für das gleiche Geld
nur noch drei Quartel in sein Glas,
wo´s vorher war ´ne ganze Maß.
Unsere Bosse in Wirtschaft und Staat,
von denen es - ach, so viele(!) - hat,
die haben verdient sich einen Orden:
Wir sind zur Dreiquartelgesellschaft geworden!
Beitrag zum bunten Abend des Gesellschaftspoli-tischen Seminars am 30. Januar 1994 in Aschau
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